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» PLOTIDEEN
Gegen das magische Feuerwerk war die Umgebung der Cookey Lane abgeschirmt, doch es gab etwas, womit niemand gerechnet hatte. Wogegen sich niemand gewappnet hatte.
Und plötzlich war es da, für alle Muggel- und Zaubereraugen sichtbar. Auch vom Mywarts-Schloss aus war es nicht zu übersehen.
Das Dunkle Mal stand über Brighton.
» Hier findet Ihr weitere Informationen zum Plot & Platz für Diskussionen.
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Donnerstag, 1. Januar 2004
ab 0 Uhr • -10°C
kein Schneefall • eine klare Nacht
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Weihnachten lag endlich hinter ihm und Damian hätte niemals gedacht, dass er jemals glücklich sein würde, wieder in Mywarts zu sein. Eigentlich mochte er die Schule ja nicht wirklich, alle waren so auf 'Licht und Liebe' oder auf 'ich bin depri, deswegen quäle ich alle anderen' aus. Ersteres waren die meisten Schüler und anderes waren die Lehrer. Aber das war allemale besser, als weiterhin ungeschützt den zügellosen Strafen seines Ziehvaters ausgesetzt zu sein. Der Troll im Unterricht von Miss Crowe hatte ihn zwar irgendwo ein bisschen getroffen und sein Ego angekratzt, aber er hatte in den letzten Tagen genug Zeit gehabt, über das Geschehene und das Zukünftige nach zu denken und er hatte seine eigene Lehre daraus gezogen. Vielleicht war das gar nicht mal so übel. Gute Noten sorgten eigentlich nur für zwei Dinge: Neid und dass man denjenigen für intelligent einschätzte. Beides nicht zwangsläufig vorteilhaft.
Im Gegensatz zu den meisten (hoffentlich allen) anderen Schülern hatte Damian beschlossen, nicht auf das Fest in Cookey Lane zu gehen und sich dort mit den anderen zu langweilen. Ihn reizte es weder, Zeit mit den anderen Schülern zu verbringen, noch reizte es ihn sonderlich, ein Feuerwerk zu sehen. Er hatte schon die Jahreswechsel in New York, Singapur und Moskau gesehen - da konnte selbst ein magisches Feuerwerk wohl nicht mehr mit halten. Außerdem war er aus dem Alter raus, da er sich von Lichtern und Farben beeindrucken ließ. Lichter! UI! Das machte auch eine Glühbirne! Farben - nein, wie ungewöhnlich!
Nein, Damian machte sich lieber einen ruhigen Tag in den leeren Gemeinschaftsräumen. Er war froh, dass inzwischen genug Schüler auf Mywarts waren und die Schüler nun in ihren einzelnen Häusern ihre Schlafquartiere hatten. So hatte Damian, als die anderen Schüler sich auf den Weg nach Cookey Lane machten, sich eines seiner amerikanisches Notebooks geschnappt und sich damit in den Gemeinschaftsraum verzogen. In einem der großen Ohrensessel (in die er definitiv noch rein wachsen musste) hatte er im Schneidersitz Platz genommen und das Notizbuch nun in seinem Schoß aufgebreitet, wo er mit Füller zu schreiben begann. Man könnte es wohl ein Tagebuch nennen, in dem er aufschrieb, wenn etwas bemerkenswertes passierte oder er schlichtweg eine neue Taktik ersonnen hatte. Immerhin war gut geplant schon halb gewonnen. Und er plante wirklich gut: Er hatte sich einen zehn-Jahres-Plan gemacht, bei dem die Stationen bereits grob abgesteckt waren und nun verarbeitete er alles in diesem Buch, was ihm dazu in den Sinn kam. Immerhin musste man stetig an Taktiken und Plänen feilen, sie der neuen Situation anpassen und damit auch spätere Pläne bearbeiten. Außerdem war es immer gut, einen Plan B bis D zur Hand zu haben. Ja, Damian würde sich gut allein beschäftigt bekommen.
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28.03.2010 20:52 |
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Thomas McClane
breaking free
Dabei seit: 09.03.2009
Beiträge: 36
» ALTER « 12 Jahre
» BERUFUNG « 1. Klasse, Sagacity
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Das Weihnachtsfest war in vielerlei Hinsicht nicht nach Thomas' Geschmack verlaufen. Wäre es nach im gegangen, hätte es eine derartige Veranstaltung natürlich überhaupt gar nicht erst gegeben. Da er jedoch keinen Einfluss darauf gehabt hatte, hatte er sich damit abgefunden, mit dem Vorhaben, das Beste daraus zu machen. Das war ihm nicht gelungen. Er hatte sich weder amüsiert, noch wurden seine Qualitäten richtig erkannt. Trotz seiner, wie er fand, überragenden Leistung beim Duell mit der lächerlichen Nymphe, hatte nicht er die beste Benotung bekommen. Das war sicherlich schon schlimm genug. Noch größer war die Schmach für ihn allerdings deswegen, weil ein unbegabter kleiner Zwerg ihn übertroffen haben sollte. Thomas' Unverständnis hatte keine Grenzen. Er war Zeuge des Duells zwischen dem talentfreien Katz und der nichtskönnenden Wood gewesen. Der Lasinth war ungeschickt, wählte im falschen Moment die falschen Zauber und hatte kaum ausgebildete magische Fähigkeiten. Wie die Professorin Crowe also zu ihrer Bewertung gekommen war, war dem McClane-Spross ein Rätsel. Die Weihnachtstage hatten sich seine Gedanken eigentlich um nichts anderes gedreht. Da Ferien waren, konnte man sich so etwas leisten (mal abgesehen davon, dass Thomas sich dessen sicher war, im Unterricht gar nicht anwesend sein zu müssen, um in den Prüfungen zu glänzen). Trotzdem, einen Nutzen brachte es nicht. Zu diesem Schluss war der zwölfjährige Schüler früh gekommen. Sich damit abfinden konnte er allerdings nicht. Es kränkte ihn, dass auch nur eine Person tatsächlich auf den Gedanken kommen könnte, er wäre schlechter, als dieser Katz. Dieser konnte nicht wirklich etwas dafür, aber in den letzten Tagen hatte sein Mitschüler aus Sagacity eine gewisse Abneigung gegen ihn entwickelt. Katz würde schon noch sehen, was er davon hatte.
Ja, Weihnachten war dem Sagacity versaut worden. Das Fest an sich mochte er zwar ohnehin nicht, aber ehe er die Ergebnisse der Prüfung eingesehen hatte, hatte er der Weihnachtsfeier doch noch kurz etwas abgewinnen können. Seine Mutter hatte ihn nach dem Duell abgefangen und verkündet, wie stolz sie war. Thomas hätte nie zugegeben, dass ihm das etwas bedeutete und ließ sich so natürlich auch nichts anmerken. Es war ihm immer ein wichtiges Anliegen gewesen, seine Eltern stolz zu machen. Aktuell machte er zwar eher den Anschein, als würden ihn die Meinungen anderer und insbesondere die seiner Familie, ihn nicht interessieren, so wirklich stimmte das aber nicht. Thomas hatte feststellen müssen, dass ihm doch noch etwas an seiner Mutter lag, was ihn tierisch aufregte. In naher Zukunft würde er also dagegen vorgehen.
Das Fest der Liebe war vorüber. Viele Schülerinnen und Schüler hatten die Schule über die Ferien verlassen, um die Feiertage mit ihren Familien zu verbringen. Um eben diesem Schicksal zu entgehen, war Thomas in der Schule geblieben, während seine Schwester ihrer Mutter nach Hause folgte. Dem jüngsten Familienmitglied war das nur recht. So hatte er Ruhe vor ihren Annäherungsversuchen. Sie wollte mit ihm reden. Er wollte nichts weniger. Ferien hieß also Ruhe. Es war eine Zeit, die Thomas mit seinen Studien verbringen konnte (wenn er sich nicht gerade über Mini-Katz aufregte). Das tat er auch am 31. Dezember. Viele Menschen weltweit würden heute das neue Jahr einläuten und feiern. Solche Feierlichkeiten waren nichts für Thomas und so hatte er sich entschieden, im Schloss zu bleiben. Ein Großteil der Schossbewohner die in den Ferien zurückgeblieben waren, hatten sich auf den Weg nach Brighton gemacht, wo ein Fest stattfand. Die bedingungslose Ruhe gefiel Thomas sehr gut. Nachdem er eine ganze Weile in der Bibliothek Bücher gewälzt hatte, machte er sich auf den Weg in den Gemeinschaftsraum. Dort erwartete ihn eine (un)angenehme Überraschung. Sein Freund Damian hatte sich offenbar ebenfalls dazu entschieden im Schloss zu bleiben. Yay... Der Sagacity hatte beim Weihnachtsfest ebenfalls Aufmerksamkeit auf sich gezogen, wenn auch auf sehr ungewöhnliche Art und Weise. Thomas hatte er damit nicht beeindrucken können. Der fand es immerhin eher dumm, schlechte Noten zu riskieren, um einen Kleinkrieg gegen eine Lehrerin zu führen. Zumindest war Thomas sich relativ sicher, dass das Damians Bewegründe gewesen waren. Andererseits waren Noten nicht alles. Eigentlich waren sie sogar ziemlich egal. Solange alle wußten, wie großartig er war, brauchten die Noten den McClane gar nicht interessieren. Da man einander anhand der Noten jedoch auch verglich, kränkte es ihn eben, dass ein Mickerling aus Lasinth ihn angeblich übertroffen haben sollte.
Als Thomas den Gemeinschaftsraum betrat, fiel sein Blick gleich auf Damian. Dieser hockte in einem der Sessel und schrieb in sein Notizbuch. Er war viel zu klein für das Möbelstück und Thomas hätte sich wahrscheinlich höchst überlegen gefühlt, wäre er nicht nur wenige Zentimeter größer gewesen. Stattdessen entschied er sich gegen eine Provokation auf diesem Niveau. Für seine Körpergröße konnte man nichts. Man konnte allerdings etwas dafür, wenn man Tagebuch schrieb. Thomas nahm einfach mal an, dass es das war, was sein Mitschüler da tat. Unter die Autoren war der Elfjährige bestimmt nicht gekommen. Der McClane-Sprössling wollte allerdings lieber keine voreiligen Schlüsse ziehen. So etwas war doch höchst unprofessionell. Obwohl, eigentlich... "Kein Interesse daran, bunte Glitzerlichter anzusehen und Knallfrösche loszulassen?! Habe ich was verpasst? Ich dachte eigentlich, wir hätten keine Hausaufgaben auf." Der Blick des Zwölfjährigen galt dem Notizbuch. Eigentlich hatte er sich auf einen gemütlichen Sessel gefreut, den er mit einem Buch zur Hand aufgesucht hätte. Das konnte er nun vergessen. Möglicherweise würde diese Konversation jedoch unterhaltsamer werden. Vor genau einer Woche hatten die beiden Schüler ihre letzte richtige Unterhaltung gehabt. "Warum bist du nicht bei deiner dummen Muggelfamilie?"
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15.04.2010 20:07 |
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Damian machte sich seit kürzerem nichts daraus, im Vergleich mit anderen abzustinken. So hatte auch die Sechs in seinem Geist ein 'primitiv' als Beschreibung für Aleesha Crowes Verhalten kassiert und war demnach auch sehr verträglich in Damians Leben. Irgendwo ging es schon nahe, aber er wusste jetzt ja den richtigen Weg. So konnte er sich eben ganz in Ruhe seinen Privatdingen widmen.
Zumindest so lange, bis Thomas herein kam. Aber Damian sah es beim besten Willen nicht ein, den Kopf zu heben und den Hauskollegen anzuschauen. Warum denn auch? Thomas und Damian hatten sich selten viel zu erzählen; Damian brachte dem anderen Sagacity tatsächlich eine gehörige Portion Misstrauen entgegen. Und er war sich sicher, dass es anders herum nicht bedeutend besser aussah. Wer in diesem Haus landete, hatte schon seine charakterlichen Eigenschaften dafür. Und wer intelligent war, der war auch eine ernst zu nehmende Bedrohung.
Doch ein Machtspiel musste natürlich sein und Thomas verlor es, indem er heran kam und Damian ansprach. Hausaufgaben? Denken war anscheinend wirklich eine reine Glückssache. So beendete der Tscheche seinen Satz auf dem Papier in Ruhe - immerhin schrieb er ja in Tschechisch (in Durmstrang und in Mywarts erwies sich die über Landesgrenzen hinaus eher unbekannte Sprache als sehr vorteilhaft) und hatte von daher wenig Glauben, dass Thomas das verstehen könnte. Erst danach klappte er das Buch in Seelenruhe zu, schloss den Füller, faltete die Hände über dem Hardcover und hob den Blick zu Thomas, lächelte ihn freundlich an: "Weißt du, es gibt da ein Sprichwort: Schließe nicht von dir auf andere." Er ließ den Satz verklingen, als würde danach noch etwas folgen, was es aber nicht tat. Er hatte sich so viele Sprüche überlegt (Darum ließ er sich auch so viel Zeit mit dem Aufschauen): Denken ist Glückssache... kann ja nicht jeder Glück haben war lange sein Favorit gewesen. Aber er hatte ihn sich gekniffen. Das war nun wirklich ein Niveau, das höchstens einer Zahina Wood entsprechen würde. Nein, er war sich sicher, dass er Thomas damit viel besser aus der Fassung bringen konnte.
Und auch die zweite Frage ließ Damian relativ kühl: "Erstens einmal ist ausschließlich der Musiklehrer meine Familie - der Rest gehört zum Heilkundeprofessor." er sprach die Worte derart beiläufig aus, als wäre er in Gedanken wo ganz anders. "Und zweitens..." er hob die Augenbraue und betrachtete Thomas eine Weile, ehe er den Kopf schüttelte. "Ach, vergiss es. Das würdest du sowieso nicht verstehen." Verdammt, Damian könnte innerlich vor Stolz auf sich selbst platzen!
Er wunderte sich eigentlich nicht, dass Thomas nicht zu den Feierlichkeiten gegangen war. Alles andere hätte dessen Charakter widersprochen. Gut, er hätte nicht erwartet, auf ihn zu treffen (warum eigentlich nicht? Ach ja, er hatte Thomas' Existenz über Weihnachten gut verdrängt - er musste unbedingt noch Benjamin abfangen und anquatschen wegen Weihnachten... ganz dringend!), aber es wunderte ihn auch nicht. Thomas versuchte immer so erhaben und überlegen nach außen zu wirken und so 'erwachsen'. Damian hatte ja schon alle Mühe, sich seines Alters entsprechend zu benehmen und nicht seinem Vater oder dessen Ex nach zu eifern, aber er kriegte wenigstens halbwegs die Kurve. Er würde demnächst unbedingt mal Interesse an Quidditch bekunden müssen; immerhin schien das ja DAS Thema schlechthin unter den Gleichaltrigen zu sein. Vielleicht meldete er sich ja auch im Team an? Dann würde er noch unauffälliger wirken?
Aber, back to topic, Damn! Damian legte den Blick nun fragend auf Thomas: "Und du? Warum bist du nicht mit deiner Familie gegangen? Sind sie dir auch zu dumm?" Sein Lächeln war nun erloschen, statt dessen sah er den Hauskollegen fast schon mit (geheucheltem) Interesse an. Nun gut, ganz geheuchelt wäre falsch. Immerhin war Thomas nun schon eine ganze Weile in Mywarts und Damian wusste noch immer kaum etwas über den Hauskollegen. Und wenn er jemanden mit Vorsicht händeln musste, dann war das Thomas... Thomas, dann Janina und zuletzt Benjamin nicht zu vergessen - der schien mehr auf dem Kasten zu haben, als man denken mochte. Ob er sich einfach nur so dumm anstellte? Verdammt, dann müsste der kleine Kerl ja noch durchtriebener sein als Damn und sein Vater zusammen! Und damit wäre Benjamin noch gefährlicher als Thomas und Janina zusammen...
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16.04.2010 17:59 |
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Thomas McClane
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Thomas mochte keine Konkurrenz. Sicherlich konnte sie beflügelnd sein und einen zu neuen Höchstleistungen anspornen. Diesen Ansporn glaubte ein McClane jedoch nicht zu brauchen. Für einen McClane war Konkurrenz eine Bedrohung. Konkurrenten waren Personen, die einem den Thron streitig machten. Derartiges konnte Thomas nicht gebrauchen, selbst wenn er ohnehin nicht davon ausging, dass ihm wirklich jemand das Wasser reichen konnte. Andererseits wäre er schon so manches Mal ziemlich froh gewesen, hätte ihm jemand das Wasser reichen können… Gestern zum Beispiel erst. Da war er nachts plötzlich aufgewacht und hatte ziemlichen Durst gehabt!
Thomas ließ es sich nicht nehmen, den anderen Sagacity auf sein Notizbuch anzusprechen. Immerhin sah er darin auch eine Möglichkeit, etwas über Damian zu erfahren und sei es nur die peinliche Tatsache, dass er ein Tagebuch führte. Da man über viele wunderbare Umwege auch an sein Ziel gelangte, äußerte Thomas nicht etwa die Vermutung, Damian würde ein Tagebuch in den Händen halten, sondern seine Hausaufgaben. Das war äußerst unwahrscheinlich und beide im Raum anwesenden Sagacity-Schüler hätten das zweifellos erkennen können. Die Antwort des tschechischen Jungen fiel jedoch unerwartet aus. Er meinte, dass man niemals von sich selbst auf andere schließen sollte. Thomas hob eine Braue und sah seinen Mitschüler einen Moment verständnislos an. Es war ja kein Geheimnis, dass er seine Hausaufgaben gewissenhaft erledigte und abgesehen von denen noch eine Menge mehr. Inwiefern glaubte Damian also, ihn damit ärgern zu können? Damian war noch zu undurchsichtig, um das wirklich feststellen zu können. Vermutungen nutzten nicht viel. Also überging Thomas die Worte seines Mitschülers und ließ sie so stehen. Stattdessen konzentrierte er sich mit wachsendem Interesse auf die Antwort auf seine zweite Frage. Damian schien es offenbar sehr wichtig zu sein, dass es da keinerlei verwandtschaftliche Verhältnisse zwischen ihm und den Muggeln gab. Thomas konnte es verstehen. Er hätte sich einen anderen Namen gesucht, nur um niemals wieder von solchen Individuen gefunden werden zu können.
Die nachfolgende Provokation des Tschechen zeigte freilich eine gewisse Wirkung und erfüllte zumindest teilweise ihren gewünschten Zweck, veranlasste Thomas jedoch nicht zu einer offensichtlichen Reaktion. Ihm war klar, was Damian erreichen wollte und ärgerte sich daher nur noch mehr, dass es funktionierte. Das entlockte Thomas dann doch ein leichtes Lächeln. Kein freudiges Lächeln. Vielleicht ein vorfreudiges. Schwer zu sagen. „Dann bedanke ich mich dafür, vor weiteren Ausführungen verschont zu bleiben. Wenn alles an deinen Familienverhältnissen so unverständlich ist, kann man nichts machen. So bleibt mir mehr Zeit, über Mikroorganismen nachzugrübeln…“
Es folgte eine Gegenfrage Damians, der sich erkundigte, ob seinem britischen Mitschüler seine eigene Familie zu dumm war, sodass er sich entschieden hatte, nicht zu ihnen zu gehen. Das konnte Thomas bejahen. "Korrekt", entgegnete er. Tatsächlich war ihm seine Familie zu dumm, als dass er seine Zeit mit ihr verschwenden wollte. Seine Mutterlangweilte ihn mit ihren Sorgen und im Grunde war seine Schwester nicht anders. Dabei war er es doch, der sich sorgen sollte. Was wurde aus der ehrwürdigen Familie, wenn er auch so verweichlicht wäre, wie sie? Er war der Stammhalter und das künftige Oberhaupt der Familie. Einfluss war das A und O. Irgendwelche Schwächen konnte er sich nicht erlauben. Irgendwann würden die beiden übrigen McClanes ihren Fehler bemerken und sich ihn eingestehen müssen. Dann wäre Thomas da, um sich ihre Entschuldigung anzuhören. Bis dahin konnte er warten. Er hatte eine Menge zu tun und musste sich seinen Studien widmen. Um eine Familie zu führen, die in der Vergangenheit Großes geleistet hatte, musste man selbst dazu fähig sein, Großes zu leisten. Das konnte Damian nicht verstehen. Er war eben auch nur ein Kind, dass sich für sehr viel großartiger hielt, als es eigentlich war. Diese gesamte Bekanntschaft war nur ein dummes Spiel. Auch jetzt sah Thomas seinen Mitschüler aufmerksam an, um eventuell durch dessen Reaktion erkennen zu können, was er von der Antwort hielt, die er bekommen hatte. Wenn Damian auch nur ein bisschen was im Kopf hatte, dann war auch er daran interessiert, andere einschätzen zu können. Thomas lieferte so viele Informationen, wie er wollte. Er wußte ganz genau, was er preisgeben wollte und was nicht. Und da Bindungen eine Schwäche waren, hatte er natürlich kein Problem damit, zu äußern, diese Schwäche nicht zu besitzen. Für ihn zählten ohnehin nur die Ergebnisse. Er war klug, ein begabter Magier und war unabhängig. Das klang für Thomas alles in allem mehr als gut.
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26.04.2010 14:10 |
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Entgegen Thomas' wahrscheinlicher Erwartung entrang sein abfälliger Kommentar bezüglich der Mikroorganismen Damian keine Wut oder dererlei - er hatte schon früh gelernt, schlagfertige Antworten zu geben; denn anders kam man einfach nicht gegen seine (Pseudo)Familie an. So hob er lediglich eine Augenbraue und schüttelte tadelnd den Kopf: "Weißt du, es ist nicht gesund, wenn man den ganzen Tag nur über sich selbst nachdenkt, das macht egoman." er lächelte Thomas mit einer Freundlichkeit an, die einen Moment lang fast an das aalglatte Lächeln des Musiklehrers heran reichte, wenn dieser mal wieder unfreundliche Aussagen in freundliche Metaphern verpackte.
Schließlich zuckte er doch nur die Schultern und schlug das Buch wieder auf und lehnte sich im Sessel zurück, ganz so, als wäre er der absolute Herr der Lage, den nichts und niemand in diesem Moment bedrohen könnte. Das Lächeln in seinem Mundwinkel wurde leicht unbedarft, während er Thomas fragend fixierte: "Ist sonst noch etwas? Oder versuchst du dich gerade in sozialen Kompetenzen?" Er hob die Augenbraue: "Würde dir jedenfalls nicht schaden." Warum zum Teufel gab er überhaupt seinem Feind gute Ratschläge? Ach ja, um die Fronten abzuklären und dem Gegenüber zu zeigen, dass er hier einen Meister vor sich hatte, vor dem er das Knie beugen musste.
Damian schätzte Thomas inzwischen nicht so ein, als dass er ihn durch falsche Freundlichkeit oder Vorspielen eines falschen Charakters 'gewinnen' würde können. Thomas war ein Egozentriker, ganz definitiv; selbstverliebt wie Saul, aber leider fehlte es ihn eindeutig an solchen Dingen wie sozialer Kompetenz und Einfühlungsvermögen. Thomas hielt viel von sich und schien sich - ähnlich wie Damian - für ein Gottesgeschenk an die Menschheit zu halten. Leider machte er dabei den Fehler, sich für etwas besseres zu halten und das den Leuten noch zu zeigen. Solange er sich so benahm, würde Thomas garantiert ein Stein im Schuh sein, aber kein Klotz am Bein; nervig, aber nicht hinderlich. Vielleicht in ein paar Jahren gefährlich...
Aber sicherlich würde man ihn ködern können. Eitelkeit und Selbstverliebtheit waren große Schwächen, das hatte er schon von seinen Beobachtungen gelernt. Von daher nahm er Malfoy auch nicht als solche Bedrohung wahr, wie die anderen Schüler. Egozentrik machte blind und unvorsichtig. Wenn die Zeit gekommen war, würde er Thomas bestimmt ködern können. Bestimmt wäre er ein Blatt im Wind: man pfeift immer das Lied der Sieger und damit würde er später Damians Lied pfeifen, aus voller Brust. Nein, Benjamin und Janina, die beiden musste er wesentlich mehr ins Auge fassen: ein Springer und eine Dame... Benjamin war definitiv ein Springer: für eine überraschende Wende gut, während Janina durch ihre Intelligenz gefährlich werden könnte, aber auch gleichzeitig dadurch am schnellsten in die Schusslinie geriet. Der Rest an der Schule zählte zu den Bauern... Thomas war wohl am ehesten ein Turm: Schnell, präzise, wirksam, aber auch sehr berechenbar und mit der richtigen Taktik genauso schnell einzunehmen, wie ein Bauer - nur ein kleines bisschen wertvoller.
Das war eine gute Idee... Damian griff seinen Stift und schrieb die spontanen Ideen in sein Buch: Die anderen als Schachfiguren zu betrachten und seinen ganzen Plan anschließend mit Schachtaktiken zu vergleichen und daran zu verbessern, das war eine verdammt gute Idee! Und er machte sich keine Sorgen darum, dass Thomas die tschechische Sprache würde lesen oder verstehen können. Und falls er doch neugieriger werden sollte, dafür hob er ja das Knie an und brachte so den Buchband zwischen die Seiten und Thomas, der in diesem Moment scheinbar völlig abgeschrieben war..
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16.05.2010 20:52 |
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Thomas McClane
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Wahrscheinlich würden Thomas und Damian noch eine ganze Weile viel Freude aneinander haben. Im besten Fall noch ganze sechseinhalb Schuljahre. Das konnte genügend Zeit sein, um sich gegenseitig um den Verstand zu bringen. Klar war, dass es einen Machtkampf geben würde. Früher oder später. Oder er hatte schon begonnen. So etwas war manchmal nicht so ganz deutlich. Gerade bei einem Damian waren sich viele uneinig, welche Aussage denn nun wie zu deuten war. Thomas war da in mancher Hinsicht ganz ähnlich. Wenn er nicht gerade an Damian geriet, der ihn mit seiner Art nicht wirklich täuschen konnte, dann mochte er es ziemlich gerne, wenn er sich mit doppeldeutigen Botschaften mitteilen konnte. Besonders interessant war das, wenn der Gesprächspartner selbst nicht dumm war. Das beste Beispiel dafür war sein Kennenlernen mit der Hauslehrerin Sagacitys. Zugegebenermaßen hatte Thomas sich im späteren Verlauf als Verlierer gefühlt. Dennoch war das Ganze äußerst aufschlussreich gewesen. Da freute man sich fast schon auf ein Rematch. Beruhigend, dass man sich hier überhaupt auf irgendetwas freuen konnte. Thomas war nach wie vor enttäuscht. Er teilte die Ansicht vieler Kritiker, dassdas Kollegium zu jung und unerfahren war. Obwohl er sich andererseits auch recht sicher war, dass Weasley in 20 Jahren noch immer ähnlich inkompetent war. Dem McClane wäre ein Privatlehrer freilich lieber. Bedauerlicherweise hatte man sich gegen seinen Willen entschieden. Es war allerdings naiv, wie Thomas fand, wenn seine Mutter tatsächlich glaubte, er würde Freundschaften mit irgendwelchen dummen Kindern schließen.
Es konnte Thomas eigentlich egal sein, ob Damian wirklich glaubte, ihn ärgern zu können, wenn er ihn als Mikroorganismus bezeichnete. Ganz so temperamentvoll war der Zwölfjährige dann nämlich doch nicht. Sicher war es ihm wichtig, dass alle wussten, dass seine Person ungemein begabt war und er würde auch immer alles daran setzen, dass das klar war. In diesem Fall war sich Thomas allerdings recht sicher, dass Damian sich der Fähigkeiten seines Mitschülers bewusst war. Damian war klug genug, um das nicht zu übersehen. Trotzdem war es Thomas nicht egal. Man konnte versuchen, ihn zu ärgern, es war ihm aber doch ein Anliegen, seinem Gegenüber klar zu machen, dass das ein sinnloses Unterfangen war. Es kam durchaus vor, dass sich der McClane-Spross über Kleinigkeiten ärgerte (was ihn im Nachhinein nur noch mehr störte). Im Großen und Ganzen lernte er jedoch langsam, sein Temperament zu zügeln oder sich wenigstens nichts anmerken zu lassen. Im Grunde brauchte er ja stets nur seine Überlegenheit ausspielen. Schwierig wurde das dann, wenn das Gegenüber sich selbst ebenfalls für zu schlau für diese Welt hielt. "Einfallsreich! Hast du das von den Muggeln? Man munkelt, die hätten ganz winzige Gehirne. Aber ich beziehe mich nicht gerne auf Gerüchte." Was nicht hieß, dass er die beiden wahnsinnigen Muggel noch einmal treffen wollte, um sich ein Bild von der Wahrheit zu machen. Das eine Treffen hatte ihm gereicht. Endlich wusste Thomas, warum er als Reinblüter Abstand von Muggeln halten sollte. Das war auch schon mal etwas. Ihn als niedlich zu bezeichnen grenzte an Verleumdung. Der Vorwurf egoman zu sein vielleicht etwas weniger. Thomas zuckte leicht mit den Schultern. "Und ich dachte immer, Egomanie sei eine Krankheit. Und dabei fühle ich mich völlig gesund. Aber das haben die Wahnsinnigen doch auch alle gleich, nicht wahr?" Thomas bedachte Damian mit einem Blick, als er an ihm vorbei zum Fenster ging. Er wurde langsam warm. Sicher hätte er versuchen können, Damian subtil zu beleidigen. Das war allerdings eher seltener sein Vorhaben. Andere aus dem Konzept zu bringen machte freilich mehr Spaß. So schenkte er es sich, dem Tschechen zu widersprechen. Wozu auch? Je länger das Gespräch dauerte, desto besser würde er Damian kennen lernen. Gleichzeitig wäre dasselbe auch anders herum der Fall. Auch das machte aber überhaupt nichts. Beide konnten sie ohnehin nur annehmen, sich ein richtiges Bild vom anderen gemacht zu haben. Die Gedanken des jeweils anderen konnten sie nicht reden. Dabei wäre genau das für beide ziemlich interessant gewesen. Manchmal reichte es aber auch, einfach nur zu reden. Hin und wieder konnte man dabei sogar mal ganz direkt und ehrlich sein. (Ja, das konnte Thomas wirklich. Ab und zu...) "Vielleicht sollte ich mich wirklich mit der zurückgebliebenen Wood, dem kleinwüchsigen Kätzchen oder der stocksteifen Richmond anfreunden. Dann könnte ich eine Pyjama-Party mit ihnen feiern." Thomas schüttelte den Kopf und wandte sich Damian zu. "Dein Problem ist es, dass du dich viel zu sehr auf andere verlässt. Selbst wenn alle dumm genug sind, dir deine Masche abzukaufen, was bringt dir ein Zwerg ohne nennenswerte Fähigkeiten? Dumm genug, dir zu glauben, dass du am heiligen Abend nicht kämpfen willst, sind sie ja scheinbar. Selbst wenn ich unsere Mitschüler ein wenig unterschätze, überschätzt du sie immer noch maßlos."
Nachdem die beiden Sagacity-Erstklässler ein paar Worte gewechselt hatten, schrieb Damian in seinem Büchlein. Thomas betrachtete ihn kurz und wandte sich dann wieder ab, um aus dem Fenster zu starren. Das Buch nervte ihn. Was Damian darin notierte, war ihm momentan relativ egal - waren es Dinge über Thomas, konnte er sich wenigstens wichtig fühlen. Es missfiel dem zwölfährigen McClane nur, dass sein unverschämter Mitschüler ihm nicht seine volle Aufmerksamkeit schenkte. Derlei Unhöflichkeiten mochte Thomas einfach nicht, auch wenn er sich selbst zu Gleichaltrigen nicht immer sonderlich korrekt verhielt. Bei Erwachsenen verscherzte es sich Thomas nicht. Seine Mitschüler waren im allerdings ziemlich gleichgültig. Dass er ihnen gleichgültig sein könnte, gefiel ihm jedoch ganz und gar nicht. Momentan konnte er sich zumindest aber selbst ablenken. Sein Blick war auf sein Chronometer gefallen. Es war ein ganz besonders teures Exemplar, dass dafür aber auch die exakte Uhrzeit zeigte, ohne Abweichungen. Der hohe Preis kam jedoch sicher auch zustande, weil das Gerät aus reinem Gold war. Drei... zwei... eins... Stumm ließ Thomas das Jahr ausklingen. Er ließ es nicht noch einmal revue passieren. Das hätte ihn höchstens deprimiert. Die Vergangenheit interessierte den McClane wenig. Sein Leben war überhaupt nicht so, wie er es sich vorstellte. Sein Blick war stets auf die Zukunft gerichtet. Alles was er tat, war die reine Vorbereitung auf sein Leben als Erwachsener. Bis dahin musste er nur durchhalten, was - wenn er bedachte, dass er sieben Schuljahre in Mywarts absitzen musste - wirklich anstrengend werden würde. Das Muggelfeuerwerk ging los. Einen Moment gönnte sich Thomas einen Blick auf die farbenfrohen Explosionen. Dann kehrte er dem Fenster den Rücken zu. Damian hockte nach wie vor in dem für ihn übergroßen Sessel. Sollte man ihm ein frohes neues Jahr wünschen? Würde es überhaupt ein frohes Jahr werden? Thomas kamen berechtigte Zweifel. Deswegen ließ er es bleiben. Er sagte nichts. Seine Gedanken schweiften nun doch zum vergangenen Jahr. Und statt sich Damian anzusehen kam es ihm doch noch etwas sinnvoller vor, sich das Feuerwerk weiter anzusehen. Es wurde langsam weniger. Im Gegensatz zu dem, was Zauberer und Hexen schufen, war das ohnehin ein Witz, aber Muggel waren nun mal... simpel. Wenn man erst einmal ein magisches Feuerwerk gesehen hatte, dann war das der Muggel kein wirklicher Blickfang mehr, was man nicht von dem sagen konnte, was sich bald darauf am Himmel über Brighton befand. Thomas traute seinen Augen kaum, als das Dunkle Mal dort erschien. Er kannte es, hatte es oft gesehen. Wie früher (in seiner Kindheit, wie er sagte), löste es gemischte Gefühle in ihm aus, auch wenn es heute ganz andere waren, als damals. Der zwölfjährige Junge konnte kaum glauben, dass er das wirklich sah. Langsam sah er hinüber zu Damian. "Hey! Du", meinte er tonlos und trat einen Schritt zur Seite, sodass Damian ein Blick zum Nachthimmel eröffnet wurde.
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27.05.2010 20:34 |
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Damian lächelte nur über Thomas' Vorwurf, dass er die Mitschüler überschätzen würde. Wenn der Kerl wüsste. Damian überschätzte niemanden und er verließ sich auch auf niemanden. Er wollte lediglich nicht, dass jemand auf die Idee kam, ihm Steine in den Weg zu werfen. Aber er tat einen Teufel, dem Hauskameraden das auch nur ansatzweise auf die Nase zu binden. Wenn er eines aus schlechten Actionfilmen gelernt hatte, dann war es der Umstand, dass die meisten Bösewichte so dämlich waren, ihre Pläne zu verraten, bevor sie vollendet waren. Und Damian würde sich doch niemals von falschem Stolz dazu hin reißen lassen, monatelange Arbeit zu Nichte zu machen. Dazu war er zu sehr ein Chagall, auch wenn er anderen Nachnamen trug. So zuckte er nur die Schultern und sah von Thomas weg: "Nur der Pöbel macht sich die Finger schmutzig." konterte er. Ja, der Spruch war gut, er würde Thomas auf eine falsche Fährte locken und ihn zu falschen Annahmen treiben, ganz bestimmt.
Schlussendlich kehrte doch Still ein und die Zeit verrann gemächlich und am Ende setzte draußen das Feuerwerk ein. Damian schenkte dem jedoch keine große Bedeutung. Weder weil er irgendwelche magischen Feuerwerke für besser hielt, noch weil er sich für etwas zu erwachsen dafür hielt. Nein, er hatte einfach kein Interesse an Feuerwerken, Punkt. Als Thomas ihn schließlich jedoch aufforderte, den Blick nach draußen zu werfen, furchte Damian verärgert die Stirn und wollte gerade einen entsprechenden Kommentar ablassen, als er das Zeichen sah. Darauf hin wanderte seine Augenbraue irritiert nach oben. Er kannte das Zeichen... aber woher... Es mahlte zwischen seinen Ohren, fast schon hörbar, ehe es ihm wieder einfiel und Erkennen in den Blick trat. Im nächsten Moment schon legte er die Stirn in Falten, schüttelte den Kopf und senkte den Blick wieder in das Buch: "Aller guten Dinge sind drei, oder wie war das?" Er klang spöttisch. "Drei ist göttlich..." Er schüttelte den Kopf und schrieb seinen Satz zu Ende, ehe er das Buch lautstark zusammen klappte und sich aufrichtete. In seinem Blick lag eine ingrimme Frischheit, als hätte man ihm gerade aufgetragen, die verbotene Bibliothek (unbeaufsichtigt) zu säubern.
"So wird das ja fast schon ein interessanter Aufenthalt in Britannia... und ich dachte schon, ich hätte im Vergleich zu L.A. einen schlechten Tausch gemacht." Er lächelte Thomas auf eine Art und Weise an, die fast schon gar nicht zu ihm passen wollte: Erwachsen, gefasst und auf eine stille Art überlegen, wie sie Wissenschaftler ausstrahlten, die einen Pinguin beobachteten, wohl wissend, dass er gleich von einem Eisbären gerissen wird. "Ich glaube, ich mache ein Wettbüro auf. Mit drei bist du dabei: Wie viele werden sich jetzt den Weltuntergangstheoretikern anschließen?" Irgendwie nahm er die ganze Sache viel zu lapidar. Natürlich hatte er alles über den dunklen Lord gelesen und es verschlungen, aber auch ohne seines Ziehvaters Predigten darüber, dass dieser Mann ein schlechtes Vorbild war, war Damian zum Schluss gekommen, dass Voldemort nichts weiter als ein emotional geleiteter Stümper war. Viel zu emotional, um etwas aus den Ressourcen zu machen, die ihm zur Verfügung standen. Ohne seine Anhänger wäre er ein Nichts geblieben, die hatten die Denkarbeit übernommen.
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02.06.2010 17:40 |
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Thomas McClane
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Damian nervte ihn. Wirklich! Es war nicht so, dass der tschechische Junge seinen Mitschüler verrückt machte oder zur Weißglut trieb. Thomas konnte ihn einfach nur nicht leiden. Er war sich dessen bewusst, dass Damian ihn auch nicht liebte. Geliebt werden wollte der Zwölfjährige ohnehin nicht, nur geachtet. Genau das tat Damian allerdings nicht und das würde er auch niemals tun. Er versteckte seine Arroganz mal mehr, mal weniger - wahrscheinlich kam es auch auf die jeweilige Person an. Unauffällig zu bleiben und den unscheinbaren Jungen zu miemen schien wohl seine Taktik für das Leben im Schloss zu sein. Wieder etwas, was Thomas nicht nachvollziehen konnte. Alles in allem war Damian schwer zu durchschauen, das musste er schon zugeben (wenn auch nicht offen). Man konnte einzelne Verhaltensweisen analysieren. Im Gesamtbild machte aber nicht alles wirklich Sinn. Andererseits konnte Thomas auch nicht behaupten, Damian gut zu kennen. Sie hatten wenig geredet und das obwohl sie wenige Meter voneinander schliefen. Ein Grund sich zu sorgen? Vielleicht. Oder wahrscheinlich... Die Frage war nur, wer sich mehr zu sorgen hatte. Natürlich war Thomas misstrauisch und Damian gegenüber würde er es auch immer bleiben. Gerade weil der Elfjährige so undurchsichtig war, war das notwendig. Den Fehler, jemanden zu unterschätzen, machte Thomas gerne. Wenn jemand allerdings so deutlich sichtbar eine potenzielle Gefahr darstellte, dann war er vorsichtig. (Inwiefern Erstklässler überhaupt gefährlich sein konnten, war eine andere Frage...) Damian hingegen warf er vor, dass er sogar dazu neigte, Menschen zu überschätzen. Eine Antwort seitens Damian blieb jedoch zunächst aus. Schließlich sagte er doch etwas. Das hatte nur wenig mit Thomas' Behauptung zu tun, wie es zunächst schien. "Du siehst dich also als großer Führer von einer Bande von zweit- und drittklassigen Hexen und Zauberern?!", stellte der McClane fest. Dass nur der Pöbel sich die Finger schmutzig machte klang zumindest ganz danach. Falls das gemeint war, wäre Thomas seinem Mitschüler wenigstens dieses Mal einer Meinung. "Vielleicht überschätzt du ja doch nur dich selbst. Du hast nicht zufällig ein berühmtes, totes Vorbild?"
Es war Ruhe eingekehrt. Still und leise endete das Jahr 2003 und das Feuerwerk begann. Einen Moment lang hatte Thomas es sich angesehen, bis er das Dunkle Mal Lord Voldemorts erblickte und Damian darauf aufmerksam machte. Dieser schien gleich begeistert und kritzelte wieder irgendetwas in sein Notizbuch. Der McClane schüttelte verständnislos den Kopf und sah wieder kurz aus dem Fenster. Ob er Voldemort war großartig. Was er vollbracht hatte, war nicht so leicht nachzuahmen. Dennoch bewunderte Thomas ihn nicht unbedingt. Er wusste nicht einmal, ob er dessen Taten wirklich so positiv befand, wie er eigentlich sollte. Sein Vater war ein Anhänger des Dunklen Lords gewesen und in seinen Diensten gestorben. Wäre Voldemort nicht gewesen, würde es McClane sen. noch geben. Seine muggelfeindlichen Ansichten hatte er immer schon gehabt, aber ohne die Führung Voldemorts hätte er sie nicht so radikal vertreten. Thomas lag nicht viel an seinem Vater. Er war froh, dass dieser Unterdrücker fort war. Trotzdem blieb die Frage offen, ob vieles nicht doch ganz anders verlaufen wäre, hätte es Tom Riddle niemals gegeben. Diese Frage würde allerdings ewig unbeantwortet bleiben, so viel war klar.
Damian lächelte seinen Mitschüler derweil an und sprach indirekt von der aufkommenden Panik. Die Theorie des Weltuntergangs war nicht neu. An solchen Spekulationen beteiligte sich der zwölfjährige Sagacity natürlich nicht. E glaubte nicht daran, dass Voldemort jemals die Weltherrschaft erlangt hätte. In England hatten sich viele gefürchtet. Wahrscheinlich war die Furcht sehr viel größer gewesen, als die tatsächlichen Fähigkeiten des Dunklen Lords. Umso beeindruckender, dass er so viel Schrecken hatte verbreiten können. Der Tagesprophet würde ihnen morgen sagen, ob der Schrecken auch nach seinem Tod anhielt. "Du hast wirklich keine Ahnung, huh?", fragte Thomas gereizt und wandte sich wieder dem Dunklen Mal zu. Irgendwer würde bald etwas dagegen unternehmen. Man sollte es also betrachten, solange es noch da war. So etwas sah man immerhin nicht allzu oft. "Aber es stimmt zumindest, dass das hier etwas ganz Großes bedeuten könnte", fügte er murmelnd hinzu und kratzte sich am Kopf. In seiner Umhangtasche hielt er seinen Zauberstab fest umschlossen. "Die Lehrer, die mit Schülern in die Stadt gereist sind, machen jetzt sicher einen riesigen Aufstand..."
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12.06.2010 16:49 |
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Damian ließ die Frage des Hauskollegen unbeantwortet. Selbst wenn er denn ein lebendes, berühmtes Vorbild gehabt hätte (seinem Vorbild konnte man nicht eindeutig nachsagen, dass es jemals wirklich und wahrhaftig lebendig im Sinne dieses Wortes gewesen wäre), hätte er das sicherlich niemals weiter erzählt - erst recht keinem Thomas McClane! So schwieg er sich darüber aus.
Außerdem hatte inzwischen ja auch das Feuerwerk bereits das Interesse des anderen erweckt und auch Damian ließ sich von dem dunklen Mal einige Sekunden beeindrucken, ehe er wieder etwas passiv wurde, wie er es so gerne tat, wenn Thomas in seiner Gegenwart war. Er traute Thomas schlichtweg nicht und alles, was er tat, verriet ihn nun einmal. Wenn er nichts tat, konnte man weniger über ihn schließen, als in anderem Falle. Also wählte er das kleinere Übel.
"Du hast wirklich keine Ahnung?" Die Worte ließen Damians Augenbraue nach oben wandern, während er gegen seinen kindlichen Trotz ankämpfte. Dafür, dass er erst so kurz etwas über den Dunklen Lord wusste, hatte er sich seiner Meinung nach ein großes Wissen angeeignet. Immerhin war es schon schwer, etwas aus den Lehrern heraus zu bekommen (oder aus Büchern), das wirklich für Damian selbst interessant war. So hob der Tscheche den Blick zu seinem Hauskollegen, das Gesicht versteinert: "Und weiter?" antwortete er so kühl als möglich, auch wenn er den bissigen Tonfall nicht ganz los werden konnte. "In der Tschechai interessiert man sich nicht sonderlich für die Belange von Britannien. Und solange das ein lokales Phänomen ist, wird im Rest der Welt kein Hahn nach dem da" er deutete auf den Himmel, wo das Mal erschienen war "krähen, weil es belanglos ist." Er lächelte dünn. "Und dass die Briten einen Hang zum Übertreiben haben, ist ja wohl auch allgemein bekannt."
Thomas Mutmaßung gegenüber den Lehrern ließ Damian einige Augenblicke stutzen, während er versuchte, sich seinen Ziehvater oder allein schon eine Miss Crowe in heller Aufregung oder gar in blinder Panik vorzustellen. Die Vorstellung ließ Damian dann doch los prusten und das breite Grinsen hinter der Hand verstecken. "Da wär ich zu gern dabei!" kommentierte er hörbar amüsiert. Aber er war weniger amüsiert wegen der anderen Lehrer, sondern vielmehr, weil er sich gut denken konnte, wie sein Ziehvater reagieren konnte, der die letzten Wochen ja damit verbracht hatte, Damian davon zu überzeugen, dass Voldemort ein sehr schlechtes und der Familie nicht angemessenes Vorbild war. Und Damian musste ihm bei pflichten: Die Geschichte hatte hellere Geister hervor gerufen und Voldemort war an der gleichen Überheblichkeit gescheitert, die auch Napoleon den Kopf gekostet hatte oder das Römische Imperium oder schlicht die UdSSR.
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13.06.2010 15:04 |
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Thomas McClane
breaking free
Dabei seit: 09.03.2009
Beiträge: 36
» ALTER « 12 Jahre
» BERUFUNG « 1. Klasse, Sagacity
» INPLAY-AUFENTHALT « Sagacity Gemeinschaftsraum
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Nur zu gerne hätte Thomas gleich jetzt erfahren, welche Bedeutung es hatte, dass dieses Zeichen am Himmel auftauchte. Rein rational betrachtet, war es wahrscheinlicher, dass es sich nur um einen Scherz handelte. Vielleicht wollte ein ehemaliger Anhänger Voldemorts den Menschen Angst machen. Der zwölfjährige Junge wusste, dass sein Vater nie auf so eine Idee gekommen wäre. Er war dazu viel zu niveauvoll gewesen und hätte stattdessen vermutlich eher irgendetwas in die Luft gesprengt, das die Moral der Hexen und Zauberer brach. Hogwarts zum Beispiel, aber das wa ja bereits geschehen. Es handelte sich also mit recht großer Wahrscheinlichkeit um einen kleinen, nichtsnutzigen, ehemaligen Todesser, der mit dem Verlauf des Krieges und seinem jetzigen Leben ganz und gar nicht zufrieden war. Oder war der Dunkle Lord vielleicht zurückgekehrt? Es wäre nicht das erste Mal. Thomas wusste nur nicht, ob er sich bei dem Gedanken fürchten oder amüsieren sollte. Eigentlich war es doch auch egal. Jeder war zu fällen. Auch Voldemort. Vor allem der, denn er gab ein Feindbild ab, gegen das so gut wie jeder war. Natürlich fürchteten sich die Menschen vor seinen Todessern, aber wenn sie auftauchten, wehrten sie sich. Und Todesser waren auch nur Menschen. Die erwachten nicht einfach zu neuem Leben. Thomas musste zugeben, dass die ganze Geschichte irgendwie ihren Reiz hatte. Ein Zauberer, der den Tod überwinden konnte und immer wieder zurück kam, war das nicht wirklich eine faszinierende Vorstellung? Möglicherweise gab es da einen gar nicht so extrem unbekannten Zauber, der das möglich machte. Denn von alleine passierte das doch sicher nicht. Es war zumindest eine kleine Recherche wert. Oder zwei.
Die Worte, die er mit Damian wechselte, fühlten sich merkwürdig an. Mit dem Tschechen zu reden, war ja schon seltsam. Der Mangel an Informationen über sein Gegenüber verunsicherte nicht, nervte aber doch sehr. Thomas hatte eine, so fand er, gute Menschenkenntnis, wenn auch nicht, weil er empathisch war und sich in andere hineinversetzte, sondern weil er sie ausreichend gut analysieren konnte. Damian machte es ihm schwer. Entweder er war so ruhig, was unwahrscheinlich war, wenn man die wenigen Ausnahmen zählte, bei denen er sich so ganz anders verhielt oder, und das war wahrscheinlicher, er hielt sich bewusst zurück, um zu verhindern, dass irgendwer ihn durchschaute. In dem Fall hatte der tschechische Junge zumindest selbst schon einmal bemerkt, dass er so etwas bei Thomas dringend nötig hatte, was widerum bedeutete, dass er selbst gar nicht so ungeschickt darin war, Menschen zu durchschauen. Der McClane war sich sicher, dass Damian mehr über ihn wusste, als umgekehrt, über die wirklich wichtigen Dinge aber keine wirkliche Ahnung haben konnte. Er führte weder ein Tagebuch, das der andere Sagacity hätte klauen können, noch lagen hier irgendwelche Akten über ihn herum. Persönliche Gegenstände besaß Thomas ebenfalls kaum. Sein Zauberstab war da, seine Bücher und Kleidung. Nun, und das Fotobuch, das er von seiner Mutter und seiner Schwester zu Weihnachten bekommen hatte. Allerdings war das bereits am 25. Dezember in einem Schrank verschwunden. Die beiden Erstklässler waren einander ein kleines Rätsel, auch wenn Thomas nicht einschätzen konnte, welche Priorität er seinem Mitschüler zurechnen durfte. Mehr als der Wood sicherlich und mehr als allen anderen Schülerinnen und Schülern. Dass Katz die beste Note bei der Prüfung von Professor Crowe bekommen hatte, lag an der Fehlentscheidung der Lehrerin und an nichts weiter. Thomas hatte noch nie jemanden bei einem Duell so ungeschickt über seine eigenen Füße stolpern sehen. Und der Kitzelfluch war eine Beleidigung für jeden anständigen Duellanten.
Einen Moment lang schien Damian sich angegriffen zu fühlen, als ihm vorgeworfen wurde, dass er keine Ahnung hatte. Keine Ahnung, wovon er sprach. Keine Ahnung, was hier vor sich ging. Offensichtlich war er da anderer Meinung und führte diese sogar aus. Thomas glaubte durchaus, dass die Tschechen keine Angst vor Voldemort gehabt hatten. Hatte er selbst doch auch nie, wenn auch aus völlig anderen Gründen. Dass der Dunkle Lord außerhalb Großbritanniens kaum jemandem ein Begriff war, bezweifelte der McClane hingegen sehr. Gut, manche mochten sich wirklich überhaupt nicht für die Belange anderer Länder interessieren. Das war nur sehr egoistisch, demnach aber eher nach Thomas' Geschmack. Im Grunde konnte er es nachvollziehen. Die Probleme anderer waren nicht seine Probleme. Bei Voldemort war hingegen klar gewesen, hätte er die Herrschaft über England erlangt, dann hätte er sie früher oder später ausgeweitet. Oder war etwas anderes sein Ziel gewesen? Egal, das brauchte man nicht mehr zu wissen. Er war tot. Wahrscheinlich. "Nichts weiter." Wieder sah der McClane kurz zum Dunklen Mal und konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. Sein Mitschüler musste sich wohl etwas gekränkt fühlen. Da ging es ihm selbst gleich viel besser, obwohl er auf ähnliche Art und Weise zu verärgern war. Trotzdem war ihm nicht danach, nachzutreten oder auch nur einen Versuch zu starten. Egal, ob Damian Ahnung von irgendetwas hatte oder sogar mehr wusste, momentan waren nur die Geschehnisse in Brighton wirklich interessant. Der McClane merkte an, dass die Lehrerschaft sicher panisch alle Schülerinnen und Schüler einsammelten und einen riesigen Aufstand machten. Die Vorstellung amüsierte den Masínová offenbar. "Ich auch", gab Thomas murmelnd zu, als Damian sagte, er wäre zu gerne dabei, um das zu sehen. Während der Tscheche dabei aber hauptsächlich oder nur an seinen Zievater dachte, dachte Thomas an den nichtsnutzigen Weasley. Kurz hatte er die Hoffnung, dass der Winzling Katz in der Cookey Lane zertrampelt worden war, ehe ihm einfiel, dass der Lasinth nach Hause gefahren war. Davon ging der McClane jedenfalls aus, da er den Jungen seit Weihnachten nicht mehr gesehen hatte (was allerdings auch nur während des Essens hätte passieren können). "Und, dein Tipp? Wie lauten die Schlagzeilen morgen?" In den Redaktionen herrschte gerade freilich Chaos. "Und welche neuen Maßnahmen und Regeln werden in der Schule eingeführt?" Bei dem Gedanken musste Thomas sogar grinsen. Eigentlich war der ganze Trubel affig und trotzdem würde es ihn geben. Ganz bestimmt. Und in einem halben Jahr wäre alles wieder wie früher, da nichts weiter passiert war und man endlich einsah, dass das eine einmalige Sache gewesen war.
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18.08.2010 14:29 |
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