Registrierung Mitgliederliste Administratoren und Moderatoren Suche


» PLOTIDEEN

Der zweite Schultag nach den Weihnachtsferien beginnt für die Erstklässler mit einer Doppelstunde Zauberkunst.

Während einige Schüler noch versuchen vom Freizeit- in den Schulmodus zurückzufinden, sind Andere bereits tatkräftig dabei Miss du Frêne bei ihrer Bibliotheksrevision zu unterstützen.

Und über allem schwebt das Geheimnis um das Dunkle Mal in Brighton...
Dienstag, 6. Januar 2004

8:00 - 18:00 Uhr • -10°C

sporadische Schneegestöber • schneidender Wind aus östlicher Richtung

Mywarts __the legend lives on » Zaubererwelt » Brighton » Cookey Lane » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
Thema zu Favoriten hinzufügen
SEITEN (2): « vorherige 1 [2] Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
Michail Nikoloski
von vollkommener Zufriedenheit



Dabei seit: 24.04.2009
Beiträge: 19

» ALTER «
27 Jahre
» BERUFUNG «
Wildhüter
» INPLAY-AUFENTHALT «
Cookey Lane

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Michail lauschte den Ausführungen der beiden Mädchen schweigend, als sie sich über Malfoy ereiferten. Kinder. Doch er wog den Kopf leicht hin und her, ehe er in seiner unvergleichlich charmanten Art ein "Und wenn nicht, müsst ihr's wohl leiden." von sich gab. Er musterte die beiden mit hochgezogenen Augenbrauen. Es war kein Tadel in seinem Blick, eher ein gewisses Amüsement über dieses Verhalten, das sich bei Kindern niemals ändern würde, die in irgendeinem Leherer immer die absolute Personifikation des Bösen sahen. "Nehmt es mit Humor und einem Funken Demut, dann geht der Spuk schneller vorbei, als wenn ihr sein Verhalten belohnt. Menschen sind wie Tiere: wenn sie etwas falsch machen, darf man nicht so reagieren, wie sie es beabsichtigen. Dann wird es von allein besser." Eine sachliche Vorstellung, auch wenn es wohl manchen amüsieren mochte, Malfoy mit einem Schoßhund oder dergleichen zu vergleichen, den man einfach nur abrichten musste...
"Hm..." kommentierte er schließlich die Frage mit dem Reiten der Hyppogreife und wog den Kopf hin und her. "Das kann ich nicht entscheiden, das entscheiden einzig und allein sie." Er lächelte noch immer leicht im Mundwinkel und hob den Blick in die Luft, als das Zählen in der Straße einsetzte. Erstaunt legte er die Stirn in Falten, denn eigentlich hatte er ein verdammt gutes Zeitgefühl (immerhin brauchte er das, weil er keine Uhr trug), aber in der Gegenwart der beiden Mädchen hatte er die Zeit tatsächlich irgendwie vergessen. Das war seltsam und zugleich auch schön. Im Nachhinein konnte er nur abnicken, dass die Zeit vergangen war, denn seine innere Uhr stimmte überein, aber dennoch war es ungewöhnlich schnell von Statten gegangen.
So hob er, wie auch die anderen den Blick in den Himmel, ehe er den Kopf auf die arme, kleine Zahina senkte, die doch so gar nichts sehen konnte: "Wenn du hoch willst, sag es." bot er ihr an, sie schlichtweg über die Köpfe der anderen zu heben, wie es viele andere auch mit ihren Kindern taten. Schließlich brach der Countdown ab und das Feuerwerk setzte ein. Mit einem dünnen Lächeln in den Mundwinkeln betrachtete Michail das magische Schauspiel am Himmel, das die neue Ära verkörpern sollte.
Und genauso schweigend sah er das Mal am Himmel, das das Feuerwerk unterbrach und störte und eine greifbare Stille über die Leute legte, das stete "Oh" und "Ah" unterbrach und verunsicherte Hexer und Hexen zurück ließ. Michails Stirn legte sich in sichtbare Falten über diese unerwartete Wendung. Er konnte sich nicht vorstellen, dass das Teil der Show sein sollte. Er schürzte die Lippen und in seinem Gesicht spiegelten sich Sorge, Erstaunen und Irritation wider, während er den Blick von dem Zeichen am Himmel abwandte und sich umzuschauen begann. Vor allem galt sein Augenmerk den Leuten um sich herum, versuchte in ihren Gesichtern abzulesen, was sie dachten und eventuell sogar einige verräterische Mimiken zu erkennen, während seine Hände automatisch nach den beiden Schutzbefohlenen tastete, um sowohl Zahina, als auch Clarisse an der Hand zu nehmen. Denn er ahnte schon, was in den nächsten Sekunden für ein Chaos und eine Panik würden losbrechen können, da hatte er die beiden lieber dicht bei sich, sodass er sie vor eventuellen Massenpaniken schützen konnte. "Bleibt bei mir!" befahl er leise und zugleich streng. "Wir müssen runter von der Straße, aber ruhig." Das war ein guter Plan, vielleicht schafften sie es, weg zu kommen, bevor sich die Erstarrung löste. Nur jede hektische Bewegung konnte nun eine Welle auslösen, die in einer menschlichen Stampede enden konnte.

___________________________________________

26.05.2010 11:27 Michail Nikoloski ist offline Homepage von Michail Nikoloski Beiträge von Michail Nikoloski suchen Nehmen Sie Michail Nikoloski in Ihre Freundesliste auf
Cassandra Parker
french.heart



Dabei seit: 22.02.2009
Beiträge: 33

» ALTER «
16 Jahre
» BERUFUNG «
Sechste | Audacia
» INPLAY-AUFENTHALT «
Aufenthaltsraum

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Cassandra . Zahina . Michail


Hatte sie wirklich "Zaubertränke" gesagt? Cassie konnte es nicht mehr mit Sicherheit bestimmen. Sie meinte "Verwandlung" gesagt zu haben, doch wie es oft so war, wenn man mit den Gedanken wo anders war, schien ihr Mund mal wieder schneller als ihr sonstiger Kopf gewesen zu sein. Auch wenn sie nicht einmal mehr wusste, wo genau ihre Gedanken gewesen waren um zu diesem Fehler geführt zu haben.
"Nein, ich meine natürlich Verwandlungen, du musst Malfoy also nicht auch noch in Zaubertränke aushalten, das wäre auch schon mehr als irgendein Schüler ertragen könnte."
Ja, die Vorstellung ließ sie schaudern. Malfoy in gleich zwei Fächern? Sie fragte sich schon oft genug, wie dieser "Lehrer" es geschafft hatte überhaupt für einen Lehrposten eingestellt zu werden, geschweige denn für zwei Fächer. Ja, das wäre nur eines, nämlich grausam. Und so etwas traute sie der Schulleiterin - die sie zugegeben bisher nur vom Sehen kannte - nun wirklich nicht zu.
Demut? Vor Malfoy? So klug der Rat vielleicht sein mochte, doch für Cassie würde dies ein Ding der Unmöglichkeit sein. Wie sollte sie vor jemandem Demut empfinden, vor dem sie, wenn sie ehrlich war, nicht das geringste bisschen Respekt hatte? Und Malfoy schien keinen wirklichen Respekt zu verdienen, zumindest nicht als Lehrer. Fand Cassie. Auch der Humor würde sich für sie schwer bewerkstelligen lassen ... Der Vergleich mit dem Tier gefiel Cassie irgendwie, auch wenn sie nicht sicher sagen konnte, mit welchem Tier sie den Verwandlungslehrer am ehesten vergleichen würde ...
"Ja, vielleicht", kam es so ziemlich zögernd auf die Worte des Wildhüters hin, sichtlich wenig überzeugt. Sie bezweifelte, dass irgendetwas seinen Unterricht angenehmer machen konnte ... außer vielleicht seine Abwesenheit.

Die Antwort bezüglich der Hyppogreife überraschte Cassie nun noch mehr. Die Tierwesen sollten das selbst entscheiden? Hatte sie richtig gehört? Nicht, dass sie es ihnen nicht zutraute, sie schienen ziemlich intelligent, aber irgendwie kam ihr das Konzept trotzdem komisch vor.
Bevor sie das Thema aber vertiefen konnte, da begannen um sie herum immer mehr Leute zu zählen. Das Jahr war fast vorüber und offenbar war die Nacht schneller vergangen als Cassie gedacht hatte. Und dann war da das Feuerwerk. Es war toll. Etwas Vergleichbares hatte Cassie noch nicht gesehen. Sie war begeistert. Und dann war es vorbei. Und kaum war das Finale vorbei, da erhob sich ein neues Bild in den Himmel.
Ein Bild, das Cassie kannte, auch in Salem hatte der Unterricht davon berichtet. Ein Bild, dass Cassie kannte aber nicht erwartet hatte. Was sollte das? Hier? Jetzt? Ein übler Scherz?
Während sie noch gen Himmel blickte und versuchte einen Sinn aus allem zu bilden, spürte sie, wie jemand nach ihrer Hand griff. So wandte sie ihren Blick wieder vom Himmel ab und sah, dass es der Mywarts'sche Wildhüter war. Sie wollte sich seinem Griff schon entwinden - immerhin war sie sechzehn, in der sechsten Klasse und hätte sich gar nicht seiner Aufsicht unterwerfen müssen - doch sein Gesicht hielt sie davon ab. Im Gegensatz zu ihr schien er zu begreifen, was vor sich ging oder zumindest böse Ahnungen zu haben, denn es war wachsamer und ernster als über den ganzen sonstigen Abend hinweg. Und dann befahl er ihr und Zahina auch schon bei ihm zu bleiben und sich ruhig von der Straße zu entfernen.
Die Lage schien ernst, wenn man seine Reaktion berücksichtigte. Und diese Tatsache ließ ihr einen Kloß im Hals und ein beklommenes Gefühl im Magen entstehen.
"Wohin?", fragte Cassie nur auf Michails Aufforderung hin. Sie konnte nichts außer Straße erkennen. Die drei waren mitten in der Menge, sie konnte kaum über die Köpfe sehen, geschweige denn einen sicheren Ort.

___________________________________________

26.05.2010 21:05 Cassandra Parker ist offline Email an Cassandra Parker senden Beiträge von Cassandra Parker suchen Nehmen Sie Cassandra Parker in Ihre Freundesliste auf
Pandora Dumbledore
.alea iacta est



Dabei seit: 18.12.2008
Beiträge: 309

» ALTER «
.23 Jahre
» BERUFUNG «
.Gründerin Mywarts'
.Hauslehrerin von Sagacity
.Professorin für Pflege magischer Geschöpfe

» INPLAY-AUFENTHALT «
.Räumlichkeiten Professor Dumbledores

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Pandora Dumbledore . Faye Sutherland


Pandora war eine Hexe, die übermäßig schnell ihre Schlüsse aus einer Situation ziehen konnte. Aber auch sie brauchte eine Schrecksekunde um zu begreifen, dass die hässliche Fratze mit der kriechenden Schlange, welche meterhoch am Himmel über Brighton prangte, nicht zu dem üblichen Silvesterfeuerwerk gehörte. Für einen Augenblick glaubte Pan ihr Herz würde stehen bleiben. Ungläubig starrte sie auf das Dunkle Mal. "Nein..." Bilder längst vergessener Zeiten blitzten vor ihren Augen auf. Bilder von maskierten Todessern, Opfer von Unverzeihlichen Flüchen, Feuer und Blut. Voldemort. Dumbledore. Ihr Vater. Pandora schloss die Augen. "Nein..." Das musste, das konnte, nur ein böser, geschmackloser Scherz sein! Sie öffenete die Augen, aber das grüne Zeichen mit dem Voldemort seine Herrschaft sichtbar machte war nicht verschwunden. Höhnend und bedrohlich schwebte es über ihrer aller Köpfen. Pandoras Augen weiteten sich, während sie sich bemühte ihren Herzschlag in den Griff zu bekommen ohne in Panik zu verfallen.
Ihr Blick wanderte einmal ringsum. Die Muggel schienen verwirrt angesichts des Totenschädel-Symbols am Nachthimmel, verstanden jedoch dessen Botschaft nicht. Die Zauberer dagegen... schienen starr vor Schock. Direkt neben sich erkannte Pan einen Zauberstabmacher aus der Winkelgasse, dessen Tochter einen Pub in der Cookey Lane führte. Er hatte seinen Zauberstab gezückt, jedoch auf halber Strecke inne gehalten - so als wüsste er nicht auf wen er diesen richten, oder was er tun, sollte. Langsam kam Bewegung in die Gasse.

Pandora fürchtete sich vor einer Massenpanik. Instinktiv streckte sie die Hand nach Faye aus, zog diese in ihre Richtung, dichter zu sich heran. "Wir müssen von der Straße runter.", sagte sie streng und machte sich bereits auf den Weg zu einem Hauseingang nicht unweit von Zatannas Stand. Durch die Fassade seines Ladens war er sichtgeschützt und relativ sicher. Ihre Beine bewegten sich wie in Zeitlupe, während ihr Verstand auf Hochtouren arbeitete. Wer würde so etwas Furchtbares tun? Und vor allem: Warum? Automatisch schoss ihr Dracos Gesicht durch den Kopf, aber ihr Herz wehrte sich dagegen überhaupt eine Beteiligung Malfoys in dieser Sache zu erwägen. Nur die restlichen Todesser 'außer Dienst', welche in Mywarts arbeiteten... Würden die Dunklen Male auf ihren Unterarmen wieder leuchten? Wie sollte das Kollegium diesen Zwischenfall dem Ministerium erklären? Unwillkürlich wanderten ihre Gedanken zu Bran Lloyd und seinen Handlangern im Schloss. Sie standen bereits jetzt unter Beobachtung. Ein Vorfall wie dieser würde Mywarts' weiße Weste nicht gerade zum Vorteil gereichen. Pandora biss sich auf die Lippen. Was sollte sie tun? Kein anderer der Gründer war ihr nach Brighton gefolgt. Ihr oblag die Verantwortung für den Ausflug. Sie ballte die Fäuste. Ganz ruhig. Du bist Aurorin, du wurdest darin geschult solchen Situationen erfolgreich beizukommen. Richtig.

Pandoras Blick wanderte zu der Erstklässlerin an ihrer Seite. War sie verschüchtert von der aufkeimenden Unruhe innerhalb der Cookey Lane? Der-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf war lange vor ihrer Zeit. Sie würde das Dunkle Mal zweifellos nicht als das erkennen was es war. Das konnte hilfreich sein, denn das letzte was Pandora nun brauchte war eine zu Tode verängstigte Schülerin. "Wir müssen unverzüglich ins Schloss zurückkehren.", sagte sie und versuchte ihre Stimme so ruhig wie möglich zu halten. "Aber vorher werde ich einen Zauber wirken. Wir haben doch über den Patronuszauberspruch gesprochen, nicht wahr? Jetzt sehen Sie einmal was man damit noch wirken kann, Miss Sutherland." Ablenken, egal wie.
Pan schloss die Augen und dachte an einen Augenblick höchsten Glücks während sie ihren Zauberstab aus dem Umhang zückte. Gar nicht so einfach, wenn die Schreie dutzender Hexen und Zauberer um sie herum wirbelten. Aber sie gehörte nicht umsonst zu den Besten ihres Fachs. Sie hatte gelernt sich zu fokussieren, komme was da wolle. "Expecto Patronum." Langsam formte sich aus der Spitze ihres Stabes ein milchig-silberner Streifen, welcher die Form einer Seeschlange annahm. Züngelnd manifestierte sich das Abbild und als Pandora spürte, dass das Bild in ihrem Geist stark und unantastbar genug war, öffnete sie wieder die Augen. "Geh und überbringe allen Lehrkräften, welche sich hier in Brighton befinden, den Auftrag sich vor dem Schloss von Mywarts zu versammeln. SOFORT." Die Schlange waberte einen Augenblick in der Luft, dann löste sie sich auf um die dringliche Nachricht zu überbringen.

"Patroni können zur Kommunikation genutzt werden. Ähnlich wie Briefeulen. Nur, dass allein der gewünschte Empfänger die Botschaft sehen und hören kann. Das wissen die wenigsten. Also bitte nicht weitersagen." Sie versuchte sich an einem Zwinkern, während die Geräuschkulisse der Straße weiter anstieg. Immer mehr Zauberer und Hexen begriffen was um sie herum geschah und flohen. Von der eben noch da gewesenen Feierstimmung, der Vorfreude aufs neue Jahr, war nichts als Angst und düstere Vorahnung geblieben.
Pandora presste die Lippen zusammen. Sie hatte keine Wahl. Der schnellste Weg zurück zum Schloss war das Seit-an-Seit-Apparieren. Alles andere würde zu viel Energie kosten. Sie blickte zu Faye. "Sind Sie schon einmal appariert, Miss Sutherland? Haben Sie eine Ahnung wie sich das anfühlt?" Im Grunde spielte die Antwort der Lasinth keine Rolle, denn Pan musste so oder so diese schwierige Methode des Reisens wählen. Aber sie wollte Faye zumindest kurz Zeit geben sich darauf einzustellen. Die Sicherheit der Schüler kam nun an erster Stelle.

___________________________________________

30.05.2010 19:29 Pandora Dumbledore ist offline Email an Pandora Dumbledore senden Beiträge von Pandora Dumbledore suchen Nehmen Sie Pandora Dumbledore in Ihre Freundesliste auf
Faye Sutherland




Dabei seit: 08.04.2009
Beiträge: 35

» ALTER «
11 Jahre.
» BERUFUNG «
1. Klasse. Lasinth.
» INPLAY-AUFENTHALT «
Große Halle

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Pandora && Faye


Faye hatte gar nicht mehr richtig Pandoras Ausführungen zuhören können, als die Menge herunter zu zählen begann. Ihre letzten Silvesterfeste waren definitiv nicht so laut gewesen und hatten auch definitiv mit weniger Menschen um sie herum stattgefunden. Langsam bekam sie es wirklich ein wenig mit der Angst zu tun, es war doch ein wenig viel auf einmal. So viele neue Eindrücke, die für die Elfjährige doch irgendwie noch erdrückend waren. Und dann waren da nicht nur die Eindrücke eines neuen Jahres, sondern dazu kam auch noch ein etwas am Himmel, welches sie noch nie gesehen hatte. Es sah grünlich aus, aber was genau es für ein Zeichen war, das konnte sie nicht sagen.

Faye war gerade noch dabei dieses Zeichen zu beobachten. Sie hatte das Gefühl, es bewegte sich. Doch dann wurde sie plötzlich weggerissen und befand sich nur kurze Zeit später in einem Hauseingang. „Warum?“ hatte sie noch kurz gefragt, aber Pandora machte nicht unbedingt den Eindruck, dass sie nun etwas dazu sagen würde. Und warum waren die Menschen hier eigentlich alle so aufgeregt? Es war doch nur ein blödes Zeichen am Himmel erschienen. Faye verstand den Aufruhr nicht, aber sie war auch noch zu jung um zu verstehen, von wem genau dieses Zeichen geprägt wurde. Sie war noch ein kleines Kind, als dieses Zeichen die letzte Schreckensherrschaft angekündigt hatte. Und warum mussten sie nun ins Schloss zurück? Drohte etwa Gefahr?

Faye sah erstaunt zu Pandora, als diese den Patronuszauber wirkte. Das also meinte sie mit einer Form, die nur wenigen bekannt ist? Sie verstand langsam, wie wichtig einige Zauber sein konnten, oder eben wie nützlich. Schade, dass sie das erst so spät lernen würde. Kurz nickte sie der Lehrerin zu, zum Zeichen, dass sie es wirklich nicht den anderen verraten würde. Wie lange sie dieses Geheimnis für sich behalten konnte, war dann wohl eine andere Sache, aber darüber musste man nun ja nicht nachdenken. Es schienen andere Dinge Priorität zu sein, wie die Frage nach dem Apparieren. „Ähm … was bedeutet apparieren?“ stellte sie die entsprechende Gegenfrage, die es Pandora schon erahnen lassen würde, dass sie noch nie appariert war. Ein wenig ängstlich wurde sie nun schon. So viel Unbekanntes und das hieß wohl nicht durchgehend etwas Gutes. Hoffentlich war apparieren nichts Schlimmes…

___________________________________________

31.05.2010 21:01 Faye Sutherland ist offline Homepage von Faye Sutherland Beiträge von Faye Sutherland suchen Nehmen Sie Faye Sutherland in Ihre Freundesliste auf
Zahina Wood
... mit dem kopf in den wolken



Dabei seit: 10.12.2008
Beiträge: 77

» ALTER «
11
» BERUFUNG «
Erste / Audacia
Quidditchjägerin!
» INPLAY-AUFENTHALT «
Eingangshalle.

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Zahina zuckte überrascht zusammen, als plötzlich ein Stimmenchor aus der Menge heraus anschwoll, und begann, von zehn abzuzählen. Sie hatte, genauso wie Michail, völlig vergessen, auf die Zeit zu achten, fast schon vergessen, weswegen sie hier unten in Brighton waren - eben nicht, um über Malfoy herzuziehen, sich weise Tipps von Mr Wildhüter fürs Überstehen der Schulzeit zu holen und einen Ausflug auf den schuleigenen Hippogreifen zu planen - sondern um Silvester zu feiern, das neue Jahr! Das neue Jahr war also nur noch wenige Sekunden entfernt, was Zahina dazu veranlasste, hektisch in ihren Umhangtaschen zu kramen. ... 7 ... 6 ... 5 ... Verdammt, sie hatte doch ganz fest vorgehabt, das neue Jahr in ihrem Element - der Luft! - zu begrüßen und nun hatte sie, wie man es von ihr kannte, viel zu wenig Zeit!
"Ha!" Zahina war erfolgreich gewesen, hielt nun in der einen Hand ihren Zauberstab, in der anderen ihren Himmelsfeger, den sie zuvor im Schloss auf Miniaturgröße geschrumpft hatte. ... 4 ... 3 ... 2 ... Wie war nochmal der Spruch? Groß ... Gorß ... Gorg ... Engorgio! Wenn es drauf ankam, konnte sich Zahina sowas auch merken. Zwei Punkte für ihr Haus im Zauberkunstunterricht gewinnen stellte jedoch für gewöhnlich keinen großen Anreiz dar, um sich mit dem Büffeln von Büchern zu beschäftigen.

Die "Null", die in diesem Moment von der Menge gerufen wurde, ging im selben Augenblick in eine Welle aus Jubelschreien und Glückwünschen über, kurz darauf kündeten zischende Laute den Beginn des Feuerwerks an.
Zahina hob den Blick von ihrem Besen und sah begeistert zu, wie sich die feenähnlichen Gestalten aus ihren Verstecken schlichen und emporschwebten. "Wenn du hoch willst, sag es" - bot ihr Mister Wildhüter an - der konnte von da oben, wo sich sein Kopf befand, natürlich nicht sehen, was Zahina da in ihren Händen hielt. Und was sie vorhatte, das konnte vermutlich niemand so wirklich hervorsehen.
"Kein Bedarf", erwiderte Zahina deswegen bloß grinsend und sprach deutlich "Engorgio", während sie mit der Spitze ihres Zauberstabes gegen ihren Besen tippte. Endlich wieder Fliegen! Einen Wimpernschlag später hielt sie ihren treuen Himmelsfeger - in Originalgröße - in den Händen!

"Ich bin offiziell wieder im Team", teilte sie Cassie hocherfreut und grinsend mit. "Das wird ein gutes Jahr, das sag ich dir!", versprach sie mit dem typischen, siegessicheren Wood-Grinsen - dass es auf Mywarts viel mehr als Freundschaftsspiele im Quidditch bisher noch nicht gegeben hat, war ihr dabei völlig egal. "Frohes Neues, übrigens!"
Sie klemmte sich den Besenstiel zwischen die Beine, Hände fest ums Holz geschlungen, ging in die Hocke, bereit sich abzustoßen ...

"DA!", der helle Schrei einer Frau direkt hinter ihr dröhnte in Zahinas Ohren, sie wurde nach vorne geschubst, stolperte, der Besen fiel zu Boden und Zahina verdankte es lediglich ihrem guten Gleichgewichtssinn, dass sie ihm nicht gefolgt ist. Auf einmal herrschte eine gänzlich andere Stimmung und Zahina konnte sich nicht erklären wieso. Schreie. Aufgebrachtes Rufen. Irgendwer suchte seine Kinder. Irgendwer weinte. Das alles klang so panisch. Zahina blickte sich in Mitten der vielen, sich nun hektisch bewegenden schwarzen Mäntel um, konnte aber nichts erkennen.
Dann wurde sie von einer großen Hand gepackt und sie hörte Mr Wildhüters Stimme. "Nein", erwiderte Zahina fest und zog in die entgegengesetzte Richtung - konnte jedoch gegen Michail nicht viel aussetzen - "Ich muss zurück! Mein Besen! Der liegt da unten!" Und als sie merkte, wie resolut sie von ihrer Aufsichtsperson zum Ausgang der Cookey Lane gezogen wurde, wehrte sie sich immer mehr dagegen und versuchte, ihre kleine Hand aus den breiten Fingern Nikoloskis zu winden. Sie hatte noch immer nicht bemerkt, was überhaupt los war, ihre Augen suchten fieberhaft den Boden nach ihrem geliebten Besen ab, ihre Ohren fürchtete sich davor, das knacksende Geräusch eines zerberstenden Stiels zu hören, sobald jemand wie Mr Wildhüter darauftrat.

___________________________________________

31.05.2010 22:02 Zahina Wood ist offline Email an Zahina Wood senden Beiträge von Zahina Wood suchen Nehmen Sie Zahina Wood in Ihre Freundesliste auf
Pandora Dumbledore
.alea iacta est



Dabei seit: 18.12.2008
Beiträge: 309

» ALTER «
.23 Jahre
» BERUFUNG «
.Gründerin Mywarts'
.Hauslehrerin von Sagacity
.Professorin für Pflege magischer Geschöpfe

» INPLAY-AUFENTHALT «
.Räumlichkeiten Professor Dumbledores

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Pandora Dumbledore . Faye Sutherland


"Ich möchte ehrlich zu Ihnen sein, Miss Sutherland. Es ist etwas passiert. Etwas Ernstes." Sogar in dieser Stresssituation schaffte es Pandora die Erstklässlerin zu Siezen. Bestimmte Drills bekam man nur schwer wieder raus. Dabei hatte es sie anfangs so viel Mühe gekostet sich selbst als Erwachsene zu begreifen und dementsprechend Jüngere korrekt anzusprechen. Seit der Eröffnung von Mywarts schienen Jahrzehnte vergangen zu sein. Inzwischen fiel es ihr schwerer Bekannte zu duzen. Die Höflichkeitsfloskeln der akademischen Muggelkreise wirkten auch in der Welt der Zauberer. Einmal mit Titel behangen, ging das große Siezen los. Ob berechtigt oder nicht, fragte ja niemand. Leider bildete Pan hier keine Ausnahme. Sie war nicht stolz darauf, ertappte sich jedoch selbst dabei Menschen mit höher wertigen Abschlüssen automatisch mehr Respekt entgegen zu bringen. Das sollte nicht heissen dass sie ihre Schüler nicht ernst nahm. Aber Achtung und Werschätzung waren ein Gut welches mit steigender Erfahrung wuchs. Selbstverständlich besaß jemand Älteres mehr davon.

Das demonstrierte auch Faye, ohne es zu wollen, als sie die Professorin für Pflege magischer Geschöpfe nach dem Apparieren fragte. Pandora hatte die ganze Zeit über ihre Umgebung nicht aus den Augen gelassen. Wie ein Luchs hütete sie die kleine Lasinth, aus Angst dass die unruhige Masse sie über den Haufen rennen könnte. Nun gönnte sie sich trotz drängender Zeit den Moment Faye genau anzusehen.
"Apparieren ist unter volljährigen Zauberern und Hexen eine beliebte Form, sich von einem Ort zum Anderen zu bewegen. So können wir von unserem aktuellen Aufenthaltsort verschwinden und fast zeitgleich an einem anderen Ort erscheinen.", erklärte sie knapp aber nicht unfreundlich. Ihr lag wirklich viel daran, dass die Erstklässlerin begriff worum es ging. Sie wusste aus Erfahrung dass die erste Erfahrung mit dem Apparieren eine sehr prägende war, ähnlich der ersten Reise via Portschlüsseln oder Flohpulver. Diese Reisemethode war eine äußert schwierige Angelegenheit, für die Magier nicht umsonst eine besondere Prüfung ablegen mussten. Wenn es nicht richtig gelang, konnte man dabei »zersplintern«, also Teile seiner selbst am Ausgangsort zurücklassen. Aber DAS wollte sie Faye jetzt lieber nicht auf die Nase binden. "Da das Schloss, genau wie einst Hogwarts, mit einem Apparier-Schutz versehen wurde, können wir leider nicht in der Großen Halle landen. Aber direkt vor dem Eingangstor."

Pandora bemerkte aus den Augenwinkeln wie eine Welle von Flüchtlingen sich auf Zatannas Stand zu bewegte und den Laden zum Wanken brachte, sodass sich der schützende Holzbug gefährlich zur Seite neigte. Die Zeit wurde knapp. Ihr Versteck im Hauseingang der Straße erschien Pan nicht mehr auf Dauer zu halten.
"Nehmen Sie meinen Unterarm, Miss Sutherland. Und halten Sie ihn gut fest, komme was da wolle." Sie lächelte aufmunternd. "Vertrauen Sie mir. Es wird ein bisschen kitzeln, mehr nicht. Am besten Sie schließen die Augen, das macht es leichter." Und ohne weitere Vorwarnung disapparierte Pan samt Anhang vor das Eingangstor. Immer mit den Worten der goldenen Dreierregel im Ohr: »Ziel, Wille, Bedacht«... Nun konnte sie nicht mehr als beten, dass ihr Patronuszauber wirkte und alle Kollegen von Mywarts ihren Aufruf zur Rückkehr rechtzeitig vernommen hatten.

___________________________________________

01.06.2010 20:36 Pandora Dumbledore ist offline Email an Pandora Dumbledore senden Beiträge von Pandora Dumbledore suchen Nehmen Sie Pandora Dumbledore in Ihre Freundesliste auf
Faye Sutherland




Dabei seit: 08.04.2009
Beiträge: 35

» ALTER «
11 Jahre.
» BERUFUNG «
1. Klasse. Lasinth.
» INPLAY-AUFENTHALT «
Große Halle

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Irgendwie hörte sich das gar nicht gut an, wenn jemand schon ehrlich sagte, dass die Lage ernst war. Faye hatte nicht damit gerechnet, dass sie von ihrer Lehrerin erfuhr, dass sie aufgrund eines schrecklichen Ereignisses zurück nach Mywarts mussten. Der Ausflug hierher hatte doch so toll angefangen, warum musste er auf einmal so abrupt enden? Nur weil da so ein komisches Zeichen am Himmel aufgetaucht war? Nur zu gerne hätte Faye nun gefragt, um was es sich handelte, aber auch sie wusste, dass es jetzt vermutlich nicht das Beste war, um alle Erklärungen einzufordern, die sie gerne gehabt hätte. Es gab auch Momente, von denen Faye wusste, dass es ihr nicht erlaubt war, Fragen zu stellen, weil es für sie etwas Interessantes gab. Es gab Momente, in denen man besser schwieg und auf die Anweisungen wartete, die einem von Autoritätspersonen gegeben wurden. Normalerweise hasste sie so etwas, doch wie sie die Hysterie der Menschen wahrnahm, war es wohl besser so, sie hielt sich an Pandora.

Sie sollte von einem Ort an den anderen wechseln und das ohne, dass viel Zeit verging? Es sollte fast ein nahtloser Übergang stattfinden? Die schnellste Reiseart? Irgendwie wurde es Faye leicht flau im Magen, als sie davon hörte. Sie konnte sich das nicht wirklich vorstellen, aber sie hatte dies ja auch noch nie erlebt. Es hörte sich faszinierend an, dass dies überhaupt möglich war, aber wie war das überhaupt so zu reisen? Sie hatte das Gefühl, dass ohnehin alles sehr schnell gehen würde, vielleicht merkte man davon noch nicht einmal etwas? Gut, sie würden vor dem Eingangstor ankommen. Das wusste sie schon mal. Beruhigend, immerhin sagte man ihr noch, wo sie dann am Ende sein würde. Nicht, dass sie sich noch auf dem Weg ins Mywartsgelände verlaufen konnte.
Faye nickte kurz, zum Zeichen, dass sie verstanden hatte. Sie achtete nicht mehr auf die Menschenmenge, sie glaubte, dass es nicht gut sein würde, sollte sie jetzt auch noch die Professorin verärgern, weil sie in einer solchen Situation nicht zuhörte. Sie fasste nach ihrem Arm und hielt sich gut fest. Fast augenblicklich begann ihre Reise vor das Eingangstor.

___________________________________________

05.06.2010 00:11 Faye Sutherland ist offline Homepage von Faye Sutherland Beiträge von Faye Sutherland suchen Nehmen Sie Faye Sutherland in Ihre Freundesliste auf
Michail Nikoloski
von vollkommener Zufriedenheit



Dabei seit: 24.04.2009
Beiträge: 19

» ALTER «
27 Jahre
» BERUFUNG «
Wildhüter
» INPLAY-AUFENTHALT «
Cookey Lane

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Michail fluchte leise auf Russisch, als Zahina sich derart vehement gegen seinen Griff wehrte. Erst jetzt, da sie laut nach ihrem Besen brüllte, kam ihm zu Bewusstsein, dass das Mädchen tatsächlich einen Besen mitgebracht und groß gezaubert hatte! Er wollte gar nicht weiter darüber nachdenken, was das bedeutete und was sie vor gehabt haben könnte - und er hatte auch gar nicht die Zeit dafür. "Du!" er blieb stehen und zog sie mit ungeahnter Kraft an sich heran: "Ruhe!" und schon ließ er Cassandra los, um sich Zahina kurzerhand über die rechte Schulter zu werfen. "Weiter!" befahl er auch schon und bahnte sich und den beiden Mädchen einen Weg. Inzwischen regte sich deutliche Unruhe unter den Leuten und Michail schimpfte lautlos in sich herein, während er den Zauberstab zog, der in seinr Hand lächerlich zerbrechlich wirkte. "Accio Zahinas Besen!" sprach er aus, als sie gerade den Rand der Menge erreichten. Im schlimmsten Fall würde er das Ding halt mit einem Reparo wieder herstellen, wenn was passierte. Aber immerhin hatte das Kind so seine Lehre. Andererseits wusste er, dass sie nicht still beiseite stehen würde, solang der Besen in der Menge war.

Noch bevor der Besen sie erreichte, bemerkte der Wildhüter jedoch den Patronus Pandoras und schürzte die Lippen. Anscheinend war da etwas passiert. Hoffentlich ging es den Kindern gut, auf die Pandora aufpassen musste! "Kinder, fest halten!" befahl er. Obwohl er inzwischen selbst schon fast gehetzt zu nennen war, strahlte er noch immer eine unerschütterliche Ruhe und Kontrolle aus. "Nimm deinen Besen, wenn er kommt. Dann aparieren wir zum Schloss." meinte er zu Zahina, die noch immer über seine Schulter hing. Er selbst wandte dem Geschehen den Rücken zu, damit Zahina den Besen greifen konnte - egal, ob nun an einem oder in mehreren Stücken. Er selbst konzentrierte sich darauf, dass auch Cassandra einen guten Halt hatte und nicht los ließ, während er sich auf das Ziel konzentrierte. Kaum hörte er, dass Zahina den Besen (oder die Besenstücke) in den Fingern hatte, sprach er das "Aparo" aus und die drei verließen die Cookey Lane mit einem lauten Knall.



tbc: Ländereien, vor dem Eingangstor

___________________________________________

09.06.2010 15:05 Michail Nikoloski ist offline Homepage von Michail Nikoloski Beiträge von Michail Nikoloski suchen Nehmen Sie Michail Nikoloski in Ihre Freundesliste auf
Cassandra Parker
french.heart



Dabei seit: 22.02.2009
Beiträge: 33

» ALTER «
16 Jahre
» BERUFUNG «
Sechste | Audacia
» INPLAY-AUFENTHALT «
Aufenthaltsraum

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Cassie hatte nicht mitbekommen, dass Zahina heimlich ihren Besen mitgenommen hatte. Auch den Vergrößerungs-Spruch der Erstklässlerin nahm Cassie kaum wahr, denn ihre Aufmerksamkeit war auf das farbenfrohe Lichterspektakel am Himmel über der Cookie Lane gerichtet. Erst als Zahina ihr freudestrahlend mitteilte wieder im Team zu sein blickte Cassie zu ihr hinunter und sah den Besen, der zwischen den Schenkeln der jüngeren Schülerin klemmte, ganz eindeutig in Position zum Abheben.
"Freut mich zu hören." Sie erwiderte Zahinas Grinsen und war ein bisschen erstaunt über ihre Mitschülerin. Sie selbst hätte nicht im Traum daran gedacht ihren Besen mitzunehmen. Aber sie hatte ja auch nicht die letzten Monate darauf verzichten müssen. Und wenn man ihr erst einmal den Floh ins Ohr gesetzt hätte, wäre sicher auch Cassie einem Silvesterflug nicht abgeneigt gewesen.
"Ich würde dir ja auch ein frohes Neues wünschen, aber wie ich das so sehe, kann deines ja wohl kaum besser werden." Es war eine eindeutige Anspielung auf Zahinas Freude darüber, dass sie wieder fliegen durfte. Auch wenn Cassie die leise Befürchtung hegte, dass das Fliegen in Brighton zu Silvester nicht von der wiedererlangten Flugerlaubnis umfasst war. Nicht, dass Zahina sich wieder Ärger einhandelte gefolgt von einem neuerlichen Flugverbot ...

Doch die Erstklässlerin kam gar nicht erst zum Fliegen, sodass jeder Gedanke an potentiellen Ärger unnötig war, zumindest bezüglich Ärger aus dieser Richtung, denn das Dunkle Mal und die einsetzende Panik der nur wenige Augenblicke noch ausgelassenen Hexen und Zauberer lenkte ihre Aufmerksamkeit auf sich.
Cassie kannte das Dunkle Mal ... aus dem Unterricht in Salem. Doch das war auch schon alles. Sie hatte das Glück gehabt weit genug entfernt von all dem Terror aufzuwachsen um den Schrecken nicht hautnah miterleben zu müssen. War behütet in ihrer Familie gewesen und hatte sich nie größere Gedanken um die Terrorherrschaft der Todesser machen müssen. Und außerdem war die Schreckensherrschaft seit Jahren vorbei.
So war es Cassie kaum begreiflich, warum das bloße Auftauchen des Dunklen Mals über Brighton bei allen anderen Anwesenden derartige Panik auslöste. Für sie war das nichts weiter als ein übler Scherz. Zugegeben, äußerst übel, aber doch nichts um darüber den Kopf zu verlieren, wie es manche um sie herum taten. Die Leute begannen zu schubsen, zu drängeln, riefen nach Angehörigen, die sie in der Menge gerade nicht ausmachen konnten ...

Mit Ausnahme Zahinas, die noch während der Wildhüter die beiden Mädchen in Richtung eines sicheren Unterschlupfes zog nach ihrem Besen zeterte, der ihr offenbar heruntergefallen war und jetzt einige Meter entfernt zwischen den Füßen der Menge liegen musste. Cassie selbst, mehr verdutzt als alles andere, ließ sich wiederstandslos von ihrer Aufsichtsperson leiten. Bezüglich des Besens der Erstklässlerin hatte sie reichlich wenig Hoffnung, dass dieser die Panik in einem Stück überstehen würde. Die meisten Leute waren ja schon im normalen Zustand nicht sonderlich umsichtig, wenn es darum ging wohin sie ihre Füße setzten, doch in einer solchen Panik, wie sie mittlerweile von der Cookie Lane Besitz ergriffen hatte? Da schien so ein doch vergleichsweise dünner Holzbesen kaum etwas entgegen setzten zu können. Doch es sollte auch schon Wunder gegeben haben.

Als Zahinas Besen oder die Reste des selbigen aufgrund des Wildhüters Aufrufezauber angeflogen kam(en), hatte Cassie keine Gelegenheit zu sehen, ob es sich denn nun noch um ein heiles Fluggerät oder eher mehrere Holzstücke handelte, da apparierte Michail auch schon vor das Eingangstor von Mywarts und nahm auch Cassie und Zahina mit.

___________________________________________

10.06.2010 21:48 Cassandra Parker ist offline Email an Cassandra Parker senden Beiträge von Cassandra Parker suchen Nehmen Sie Cassandra Parker in Ihre Freundesliste auf
Zahina Wood
... mit dem kopf in den wolken



Dabei seit: 10.12.2008
Beiträge: 77

» ALTER «
11
» BERUFUNG «
Erste / Audacia
Quidditchjägerin!
» INPLAY-AUFENTHALT «
Eingangshalle.

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Zahinas zeterndes Mundwerk verstummte auf einmal, als ihr der bärige Mister Wildhüter ein barsches "Du! Ruhe!" entgegenblaffte. Ein Mann großer Worte war er ja nicht gerade und das hatte Zahina auch schon mitgekriegt, aber diesen Befehl fand sie dann fast schon ein bisschen beängstigend, so dass sie lieber die Klappe hielt. Im nächsten Moment füllten sich ihre Augen jedoch mit Tränen, weil sie - über die Schulter von Mister Wildhüter geworfen - erst recht unendliche Weiten von ihrem heiß und innig geliebten Besen entfernt war, der nun unter den trampelnden Füßen irgendwelcher böser, kopfloser Menschen ein tragisches Ende finden würde - und dann hatte Zahina ihn im neuen Jahr noch nicht ein einziges Mal geritten! Was für ein qualvoller Abschied.

Abgelenkt von diesem traurigen Verlust, der Zahina mit Sicherheit bis an ihr Lebensende, mindestens aber bis ans Ende der Ersten Klasse begleiten würde, wurde sie jedoch von der Aussicht, die sie plötzlich von Mister Wildhüters Schulter hatten - der Aussicht auf das Dunkle Mal, die ihr bisher die großen Spitzhüten der großen Menschen verwehrt hatten. Da musste auch Zahina schlucken. Viel mehr noch als die Aussagen über dieses Zeichen während des Geschichtsunterrichts waren ihr die Gesichtsausdrücke ihrer Mum in Erinnerung geblieben, jedes Mal, wenn ihr Dad das Haus verlassen hatte, nachdem genau diese hässliche Fratze - das Dunkle Mal - irgendwo erschienen war.
Noch schlimmer war es jedoch gewesen, als ihr Dad über Nacht fortblieb und man von Bekannten oder Freunden erfuhr, dass nach einigen Stunden das Dunkle Mal irgendwo aufgetaucht war.
Die Erinnerung an ihre weinende Mutter machte Zahina plötzlich ganz, ganz still. An irgendeinen Besen der irgendwo auf dem Boden lag musste sie überhaupt nicht mehr denken.
Sie blickte nur mit besorgt-verwirrten Augen gen Himmel und fragte sich, was das alles zu bedeuten hatte. Nichts Gutes, so viel stand fest.

Als dann ihr Besen auf einmal auf sie zugerast kam, griff sie ihn perplex. Hielt sich dann aber doch fester daran fest, als nötig war. Ihr Dad hatte ihr diesen Besen geschenkt und irgendwo glaubte sie daran, wenn sie nur den Besen fest genug hielt würde auch ihr Dad nicht gehen können, wenn er mal wieder sagte, seine Hilfe würde gebraucht werden.

Dann disapparierten sie vor das Eingangstor Mywarts'.

___________________________________________

14.06.2010 01:18 Zahina Wood ist offline Email an Zahina Wood senden Beiträge von Zahina Wood suchen Nehmen Sie Zahina Wood in Ihre Freundesliste auf
Taliesin Laeryri




Dabei seit: 19.07.2010
Beiträge: 11

» ALTER «
294 Erdenjahre
» BERUFUNG «
Lehrer für Alte Runen
» INPLAY-AUFENTHALT «
Cookie Lane

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Einstiegspost:

Es hatte als ausgelassener Abend begonnen. Die Menschen waren gut gelaunt durch die Straßen gezogen, Muggel wie Magier Seite an Seite und hatten gemeinsam das neue Jahr begrüßen wollen. Wie es Tradition war mit einem großen Feuerwerk, das für Magier etwas anders aussah als für Muggel. Sie hatten gelacht und gestaunt und waren guter Dinge gewesen, hatten sich gegenseitig fürs neue Jahr viel Glück gewünscht und neue Vorsätze gefasst. Wie schnell das alles umschlagen konnte.

Taliesin hatte den Sinn eines Feuerwerks nie begriffen, es knallte laut, es stank nach Schwarzpulver und die paar Funken die darauf hin vom Himmel rieselten waren kaum genug Entschädigung für die Beleidigung die Ohren und Nase zuvor erfahren hatten.
War wirklich schon wieder ein Jahr um?
Trotz allem konnte auch er nicht anders als das magische Feuerwerk so wie alle anderen zu bewundern. Es hatte auch einige Vorteile, denn gegenüber dem Muggelfeuerwerk stank dieses nicht ganz so schlimm und es knallte auch nicht so laut. Da diese Effekte jedoch von dem nichtmagischen, und simultan dazu ablaufenden Feuerwerk stammten, drückte es die Wirkung.

Naserümpfend wandte er sich ab, während alle anderen noch da standen und die Köpfe gen Himmel reckten. Irgendwelche Muggelkinder warfen Knaller auf den Boden während die Masse begeistert zu jubeln begann. Er selbst suchte eher Abstand zu den feiernden Massen und dem Rauch und dem Geknalle. Auch wenn sich dieses Unterfangen als eher schwierig heraus stellte, da sich die Menschen dicht an dicht in der Gasse drängten und alle weiter nach vorne wollten, als entgegen der Richtung die er sich ausgesucht hatte.
Auch die Mywartsschen Schüler waren heute auf der Gasse, zwar in Begeleitung von ihren Lehrern und unter ständiger Aufsicht, aber sie waren da.
Er selbst hatte keine Schützlinge auf die er aufpassen musste und konnte sich so ganz und gar seinen Gedanken über die Unnötigkeit eines Feuerwerks widmen. Der eigentliche Sinn einer solchen Veranstaltung war verloren gegangen. Früher hatte man am letzten Tag im Jahr lärm gemacht und war mit lautem Getöse durch die Gassen gezogen um die bösen Geister zu vertreiben und zu verhindern das sie einem ins neue Jahr folgten.
Was heute auf den Straßen passierte diente hauptsächlich dazu die Brieftaschen zu erleichtern und zu feiern. Von der ursprünglichen Tradition war nicht mehr viel übrig geblieben.

Das Feuerwerk hatte seinen Höhepunkt erreicht und ging seinem Ende zu, ein Umstand den Taliesin begrüßte. Er hatte sich schon sein Halstuch über Nase und Mund gewickelt um den beißenden Rauch, der anscheinend nur ihn zu stören schien, nicht länger einatmen zu müssen.
Das erste Anzeichen für die Wandlung der Ereignisse war ein grünes Leuchten das vom Himmel fiel. Erst dachte er es sei ein Zusatz des Feuerwerks und wandte sich um in Erwartung von noch mehr Knall und Rauch, und erstarrte. Am Himmel stand das schwarze Mal, drohend und Unheil verkündend.
Es traf ihn unvorbereitet wie ein Schlag in den Magen und er rang überrascht nach Luft. Das konnte nicht sein, es durfte nicht sein!
Mühsam zwang er sein hämmerndes Herz wieder unter Kontrolle. Noch herrschte Ruhe, aber die Frage war, wie lange noch? Er sah sich um. Überall starrten Gesichter hoch zu dem Zeichen am Himmel, manche verwirrt, manche in blanker Panik. Die Masse war eine tickende Zeitbombe.
Vor ihm tauchte der silbrige Patronus Pandoras auf und befahl alle Lehrkräfte vor das Schloss. Er hörte dass Magier apparierten, und eigentlich hätte er es auch tun sollen.
Dann schrie irgendwo in der Masse jemand auf, ein panisch hysterisches Schluchzen, und die Zeitbombe explodierte. Mit einem Schlag wollten alle von der Straße, alle drängten sie in unterschiedliche Richtungen, mit dem einzigen Gedanken: Weg von dem Symbol am Himmel.
Taliesin drückte sich dicht an die Hausmauer an der er stand um nicht mitgerissen zu werden, während er in Bewegung geratene Körper der Menge rücksichtslos über alles hinwegwalzte was im weg stand. Jetzt zu apparieren war keine gute Idee, die Lehrer mussten einfach vorerst ohne ihn auskommen.

___________________________________________

Can you touch
the root that feeds us?
Can you hear
the words that I say?
Can you feel
the music move you?
Can you feel alive today?



05.08.2010 10:20 Taliesin Laeryri ist offline Email an Taliesin Laeryri senden Beiträge von Taliesin Laeryri suchen Nehmen Sie Taliesin Laeryri in Ihre Freundesliste auf
Christina Fairchild




Dabei seit: 19.12.2008
Beiträge: 38

» ALTER «
twenty&four
» BERUFUNG «
ministry.of.magic.employee
» INPLAY-AUFENTHALT «
Cookie Lane

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Wenige Augenblicke zuvor noch vor dem Schlosstor, erschien Christina Fairchild wie geplant in einer von der Cookie Lane abzweigenden Sackgasse. Allerdings war die Gasse nicht ganz so leer wie Chris gedacht hatte. Einige Hexen und Zauberer hatten die Gasse als Zuflucht vor dem panischen Mob genutzt, der auf der Cookie Lane selbst noch immer wütete. Noch während sie apparierte disapparierte von der Sackgasse aus eine dreiköpfige Familie, die Tochter fest von den besorgten Eltern umklammert. Chris sah gerade noch, wie die drei in einer gemeinsamen Drehung verschwanden. Drei, die schon mal in Sicherheit waren. Auch die anderen Personen waren hier, abseits von der rücksichtslos durcheinander rennenden Meute erst einmal relativ sicher.

Chris' Blick wanderte zum Eingang der Gasse, wo die Cookie Lane zu erkennen war. Es war kein schöner Anblick. Die Schreie - panische Rufe von Kindern oder Eltern, die sich gegenseitig suchten und Angstbekundungen - hatte sie schon gehört, sobald sie angekommen war. Dazu das Bild von wild durcheinander laufenden Leute, scheinbar kopflos und einfach nur laufend um des Laufen Willens.
Was hatte sie nur geritten hierher zu kommen, allein? Sehenden Auges in die Gefahr zu laufen? Sie bemerkte, wie die Hand, die seit mehreren Minuten ihren Zauberstab umklammert hielt sich zu lockern begann, ohne dass sie sich bewusst dazu entschieden hatte. Sich zusammenreißend festigte sie den Griff um ihren Zauberstab. Sie schloss kurz die Augend und holte tief Luft. Sie bekam das hin. Sie war Ministeriumsangestelte und als solche wurde von ihr erwartet in Notsituationen Hilfe zu leisten. Wenn dies keine Notsituation war, dann wusste sie auch nicht weiter. Außerdem hatte sie Pandora ihre Hilfe bei der Suche nach noch fehlenden Lehrkräften zugesagt.
Der Versuch zu schlucken und so den Kloß in ihrem Hals zu vertreiben stellte sich als nutzlos heraus, denn ihr Mund war strohtrocken.

Sie festigte den Griff um ihren Zauberstab noch mehr, sodass ihre Finger sogar zu schmerzen begannen, und machte sich auf den Weg in Richtung des Chaos.

Chris hielt sich am Rand, wo die panische Masse nicht allzu schlimm war und sie einigermaßen die Kontrolle darüber hatte, wo sie sich hinbegab. Ihre suchenden Blicke in den panischen Mob verrieten ihr, dass die in der Mitte Eingeschlossenen kaum eine Chance hatte hinaus zu kommen und nur von den anderen umhergeschubst wurden. Wenn sie nicht fielen und von der rücksichtslosen Menge ertreten wurden. Chris sah keine Chance diesen zu helfen. Nicht, ohne selbst vom Mob mitgerissen zu werden und das wäre eher kontraproduktiv.
Jedoch verlor Chris schnell jede Hoffnung die noch vermissten Lehrkräfte ausfindig zu machen. Dennoch suchte Chris sich ihren Weg am Rand entlang, dicht an die Hausmauer gedrückt, um nicht selbst in die Menge zu geraten, und warf dabei immer wieder suchende Blicke über die Menge ohne Erfolg. Umso überraschter war sie, als sie vor sich den Professor für Alte Runen erblickte. Pandora hatte ihn vorhin in der Aufzählung der noch fehlenden Personen nicht erwähnt, aber vielleicht hatte er sich auch kurzfristig entschlossen das Dorf aufzusuchen, sodass die Gründerin nicht informiert gewesen wäre.

Es dauerte nicht lange, bis Chris bei dem Lehrer angekommen war. Um sich über die Menge Gehör zu verschaffen musste sie fast schon schreien.
"Mr. Laeryri!" Bisher hatte Chris noch kaum Kontakt zu dem Nymph gehabt. Sie hatte seine Stunde noch nicht inspiziert, war aber flüchtig von Begegnungen auf dem Gang und im Lehrerzimmer des Schlosses mit ihm bekannt.
Chris wusste nicht, warum er noch hier und nicht vor dem Schloss war. Oder hatte Pandoras Patronus ihn nicht erreicht, wo die Gründerin ihn ja offenbar auch nicht vermisst hatte?
"Geht es Ihnen gut?", kam so die unvermeidliche Frage um erst einmal herauszufinden, was los war.

05.08.2010 18:46 Christina Fairchild ist offline Email an Christina Fairchild senden Beiträge von Christina Fairchild suchen Nehmen Sie Christina Fairchild in Ihre Freundesliste auf
Taliesin Laeryri




Dabei seit: 19.07.2010
Beiträge: 11

» ALTER «
294 Erdenjahre
» BERUFUNG «
Lehrer für Alte Runen
» INPLAY-AUFENTHALT «
Cookie Lane

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Das schlimmste war, das er so gut wie nichts tun konnte. Es war schier unmöglich einzugreifen ohne sich selbst in Lebensgefahr zu bringen und von der wild gewordenen Masse mitgerissen zu werden. Es war zum verrückt werden.
Vorsichtig tastete er sich an der Hausmauer entlang und bewegte sich vorsichtig in die Selbe Richtung wie der Mob weiter. Alles drängte und schob in eine Richtung, immer die Cookie Lane hinunter, eben den Weg des geringsten Widerstandes, der rein nach Instinkt gewählt wurde. Die Abzweigenden Gassen wurden vollkommen ignoriert, obwohl sie für viele die Rettung bedeutet hätten und sich der Mob so ausdünnen würde.

Er zuckte überrascht zusammen als er dicht bei sich seinen Namen hörte und wandte sich um. Es musste ein Mensch gewesen sein, ansonsten kam einfach niemand auf die Idee ihn mir Mr. anzusprechen, Aber die Chance hier auf Verwandte zu treffen war mehr als nur gering. Und eigentlich hoffte er dass sie alle Zuhause geblieben waren, wie sie es sonst auch immer taten. Er blickte in die Augen einer jungen Dame, die sich dicht an die Hausmauer gedrückt hatte und schreien musste um sich über den Tumult Gehör zu verschaffen. Ihre hand war um den Zauberstab geklammert und die Fingerknöchel traten weiß hervor. Trotzdem wirkte sie für die Situation einigermaßen gefasst und ruhig.
Er kannte sie aus dem Schloss und hatte sie auch das eine oder andere Mal schon gesehen, aber nie wirklich mit ihr gesprochen.
"Geht es Ihnen gut?" Es war doch eine reichlich seltsame Frage, in einer Situation wie dieser und so konnte er nicht verhindern das eine Augenbraue verwundert in die Höhe wanderte bevor er antwortete.
„Der Situation entsprechend!“ antwortete er, wobei er dicht an sie heran rückte und direkt in ihr Ohr sprach. So war es möglich sich zu verständigen ohne schreien zu müssen. „Aber was tun sie hier, Miss Fairchild?“ stellte er die Gegenfrage die eigentlich genau so unsinnig war wie ihre. Jeder der konnte sollte diesen Ort des Chaos schnellst möglichst verlassen um das eigene Leben in Sicherheit zu bringen.

Einen Überblick über die Masse zu behalten war schier unmöglich, Magier und Muggel schoben sich gleichermaßen durch die Gegend und trampelten sich Gegenseitig nieder. So traurig es war, aber die einzige Möglichkeit zu helfen die er sah, war stehen zu bleiben und zu warten bis alle vor bei waren, um sich dann um die zu kümmern die liegen geblieben waren.
„Es wundert mich dass sich vom Ministerium noch niemand hat blicken lassen“ sagte er dann und meinte damit Auroren oder andere die für solche Situationen ausgebildet wurden. Das jemand aus der Abteilung für Bildung da war, war zwar schön und gut, aber er war sich sicher das Miss Fairchild auch keinen Plan hatte wie man diese wild gewordene Masse unter Kontrolle brachte.

___________________________________________

Can you touch
the root that feeds us?
Can you hear
the words that I say?
Can you feel
the music move you?
Can you feel alive today?



06.08.2010 10:17 Taliesin Laeryri ist offline Email an Taliesin Laeryri senden Beiträge von Taliesin Laeryri suchen Nehmen Sie Taliesin Laeryri in Ihre Freundesliste auf
Christina Fairchild




Dabei seit: 19.12.2008
Beiträge: 38

» ALTER «
twenty&four
» BERUFUNG «
ministry.of.magic.employee
» INPLAY-AUFENTHALT «
Cookie Lane

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Zugegeben, ihre Frage in der jetzigen Situation mutete fast schon komisch an. Andererseits war auch nicht auszuschließen, dass der Professor in der aufkommenden Panik verletzt worden war. Dennoch musste Chris sich eingestehen, kaum dass die Worte ihre Lippen verlassen hatten, dass ihre Wortwahl nicht ganz passend gewesen war. "Gut" war wohl etwas zu umfassend.
Chris selbst konnte von sich nicht behaupten, dass es ihr in diesem Augenblick "gut" ging.
So war die Antwort ihres Gegenübers nur allzu verständlich und beruhigend.

„Aber was tun sie hier, Miss Fairchild?“
Das hingegen war eine sehr gute Frage. Was machte sie eigentlich hier? Je länger sie sich hier aufhielt, desto mehr kam sie sich fehl am Platze vor.
Während sie sich am Rand der Mauer entlang gedrückt hatte, hatte sie einmal den Blick auf den Schädel erhascht, der noch immer über der Straße schwebte. Vom Schloss aus war das Mal nur klein in der Ferne zu sehen gewesen. Selbst vom Haus ihrer Mutter aus war es nicht so groß gewesen. Aber hier, direkt darunter, zeigte es sich in all seiner Größe und all seinem Schrecken.
Und sie wollte etwas gegen die Panik hier ausrichten? Wollte helfen? Lächerlich.
Aber immerhin, indem sie den Lehrer gefunden hatte, hatte sie einen Teil ihrer Aufgabe erfüllt.
"Professor Dumbledore vermisst noch einige Lehrer vor dem Schlosstor, darunter Professor Malfoy, und bat mich nach ihnen zu suchen. Sie hat Professor Dumbledore allerdings nicht erwähnt."
Der letzte Satz war fast schon eine Frage. Professor Dumbledore hatte tatsächlich nur die Professoren Morgan und Malfoy als vermisst erwähnt, nicht den Nymph, dem Chris nun gegenüber stand.

Taliesins Verwunderung über die fehlende Präsenz des Ministeriums teilte Chris. Sie hatte erwartet bei ihrer Ankunft Auroren und Mitglieder der magischen Strafverfolgung vorzufinden, die das Geschehen unter Kontrolle brachten, doch davon gerade keine Spur.

Chris hatte keine Uhr bei sich, doch das neue Jahr musste mittlerweile bestimmt schon eine halbe Stunde alt sein. Das Feuerwerk hatte einige Zeit gedauert, dann die Versammlung vor dem Schlosstor. Das Ministerium war laut Pandoras Aussage informiert.

"Wirklich seltsam", bestätigte sie die Meinung. "Haben Sie mitbekommen, ob neben dem Mal und der Panik sonst noch etwas geschehen ist?"
Das Mal an sich war schlimm genug. Als Botschaft sagte es mehr als tauschend Worte. Eigentlich gar nicht denken wollte sie an die Möglichkeit, dass Todesser tatsächlich aktiv gewesen und getötet oder gefoltert hatten.
Zwar war es nicht sonderlich wahrscheinlich, dass der Lehrer außer dem Offensichtlichen viel mitbekommen hatte. Dies erfuhr man für gewöhnlich erst am nächsten Morgen aus der Zeitung. Trotzdem konnte Chris nicht anders als zu fragen ohne zu wissen, welche Antwort ihr weniger gefallen würde. Weitere Unsicherheit oder die Sicherheit des neuerlichen Schreckens.

06.08.2010 12:53 Christina Fairchild ist offline Email an Christina Fairchild senden Beiträge von Christina Fairchild suchen Nehmen Sie Christina Fairchild in Ihre Freundesliste auf
Taliesin Laeryri




Dabei seit: 19.07.2010
Beiträge: 11

» ALTER «
294 Erdenjahre
» BERUFUNG «
Lehrer für Alte Runen
» INPLAY-AUFENTHALT «
Cookie Lane

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Er fluchte leise in der Sprache seines Volkes, während er sich auf die Zehenspitzen stellte um einen besseren Überblick zu bekommen. Wo kamen bloß all die Menschen her?
Immerhin führte ihm die aktuelle Situation wieder deutlich vor Auge warum er sich von solchen Massenspektakeln ansonsten fern hielt. All die Leiber, der Lärm, die Masse und die unterschwellig immer mitschwingende Gefahr, die hier ausgebrochen war.
Nymphen waren klein und zierlich, er war kleiner als der männliche Durchschnittsmensch und hatte solchen Panikbewegungen wenig entgegen zu setzten. Außerdem waren Menschen von Natur aus hektisch und laut, und mittlerweile klangen ihm die Ohren und Kopfweh setzte ein.
Es war einfach so das Nymphen sich selten in solchen Massen trafen, und solche Treffen liefen anders ab. Es gab ausreichen Bewegungsfreiheit und Raum für Tänze oder Festtafeln. Man sprach ruhig miteinander, musizierte oder sang. Die Geräusche waren anders, und im Wald oder in der freien Natur wurden Geräusche anders aufgenommen als in einer Stadt aus Stein und Lehm.

"Professor Dumbledore vermisst noch einige Lehrer vor dem Schlosstor, darunter Professor Malfoy, und bat mich nach ihnen zu suchen. Sie hat Professor Dumbledore allerdings nicht erwähnt." An ihren letzten Satz war eindeutig eine unausgesprochene Frage geknüpft, die zwischen ihnen in der Luft hing, während er sie mit einem schiefen Lächeln ansah „Nun ja. Ich hatte keine Schüler in meiner Obhut, und ich glaube sie hat einfach nicht damit gerechnet das ich mich hier aufhalten könnte!“ antwortete er mit einem sachten Schulterzucken „Normalerweise meide ich solche Massenabfertigungen die bei euch Feste sind.“ Erklärte er ihr, und auch wenn es so klang, es war keineswegs als Beleidigung zu sehen, und schon gar nicht gegen sie gerichtet. Trotzdem ließ er die Bemerkung so in der Luft stehen.
Stumm fragte er sich wie lange hier noch Menschen durch drängen würden, obwohl er sich einbildete dass die Menge schön langsam ausdünnte. Es war auch gut möglich, immerhin musste alles einmal ein Ende haben.

Immerhin schien auch sie es zu wundern dass sich vom Ministerium so wenig tat. Seiner Meinung nach würde sich da wahrscheinlich auch nicht mehr viel tun. Obwohl er keine besonders gute Meinung von dieser Institution hatte und deswegen voreingenommen war. Allerdings wäre ihm heute nichts lieber als sich vom Gegenteil überzeugen zu lassen.
"Haben Sie mitbekommen, ob neben dem Mal und der Panik sonst noch etwas geschehen ist?" Nach einer Weile schüttelte er den Kopf „Da war nichts auffälliges mehr!“ antwortete er ihr „Keine Magie, keine Flüche, kein magisches Morden. Nichts! Mal ganz abgesehen von ein paar Apparierzaubern.“ Es war nur die Selbe tobende Masse die jetzt auch noch durch die Gasse rempelte. „Es liegt Panik in der Luft, aber so gut wie keine Magie!“ Genau genommen hatte die magische Bevölkerung sich vorbildlich verhalten. Wenn Muggel und Magier so eng auf kleinem Raum zusammengepfercht waren, hätte es ihn nicht gewundert wenn irgendwas nicht katastrophal schief gegangen wäre. Aber warum Magier sich versteckten hatte er noch nie verstanden.

___________________________________________

Can you touch
the root that feeds us?
Can you hear
the words that I say?
Can you feel
the music move you?
Can you feel alive today?



07.08.2010 18:50 Taliesin Laeryri ist offline Email an Taliesin Laeryri senden Beiträge von Taliesin Laeryri suchen Nehmen Sie Taliesin Laeryri in Ihre Freundesliste auf
Finley Strieber
notorischer Querulant



Dabei seit: 03.04.2010
Beiträge: 11

» ALTER «
16 Jahre
» BERUFUNG «
6.Klasse Variatis

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Natürlich war nichts klar - wie hätte es anders sein können? - der Schulkamerad hatte in dem Gedränge eindeutig den Anschluss verloren und Finley stand allein auf weiter Flur. Ein genervtes Seufzen erscholl und der Schüler verdrehte die Augen: "Also ich wusste ja, dass ich den Leuten auf die Nerven gehe, aber dass ich SO ätzend sein soll, war mir auch nicht bewusst." Grummelnd stellte er sich auf die Zehenspitzen und versuchte, die Menge zu überblicken, in der Hoffnung, den Schulkameraden erspähen zu können. Doch auch als er sich seinen Weg zurück bahnte, konnte er keine Spur von ihm finden. "Pah! Ich wette, der ist einem Mädel über den Weg gelaufen. Immer das gleiche!" schimpfte er und drehte sich um, um sich wieder einen Weg durch die Straße zu bahnen. Er hatte offen gestanden keine Lust, sich den Abend versauen zu lassen, nur weil sein Kollega mit der Hose dachte, statt mit dem Hirn. Und zu den Lehrern gehen, dazu hatte er noch weniger Lust. Wenn der andere zur Sperrstunde nicht wieder in Mywarts war, konnte er immer noch Bescheid geben, dann würde ein Suchzauber ihn immer noch finden können.

Also nahm Finley sich die Zeit, über all die Attraktionen zu staunen, sich ein ordentliches Abendmahl zu leisten (auch wenn Mywarts eine abwechslungsreiche Kost bot, so war auswärts Essen immer noch etwas anderes! Dem haftete nämlich nicht das Image des "Internatfraßes" an. )

Die Zeit verrann auch allein unerwartet schnell und so war Finley doch recht überrascht, als um ihn herum das Zählen begann und schließlich das Feuerwerk einsetzte. Ein gutes Bier in der Hand (man sollte nicht darum streiten, wo er das schon wieder her hatte), hob er den Blick in den Himmel und genoß die Show - zumindest so lange, bis die Hölle los brach: Das dunkle Mal war ihm durchaus bekannt und ihm lief ein eisiger Schauer den Rücken herunter, als er es sah. Er hatte eine gute Ahnung, was es bedeuten musste - und unwillkürlich trat er einen Schritt zurück, um einen Magier hinter sich an zu rempeln, der darauf hin selbst einen Fluchtreflex bekam und nach hinten drängte. Durch die Menge ging ein Raunen, dann eine Bewegung, die Finley ebenfalls mit zog. Sein Bier fand klirrend sein Ende auf dem Boden und die Flüssigkeit ergoß sich über seine Hose, auch wenn er das nicht mehr mit bekam. Von dem Drängen der Menge geleitet überkam Finley ein Fluchtreflex, dem er nicht widerstehen konnte: Nur raus! Und während viele Magier umsichtig genug waren, schlichtweg weg zu aparieren, hatte er nur seine Arme und Füße, um heraus zu kommen. Zusätzlich wirkte das Knallen der Zauber nicht gerade beruhigend auf die Menge und leitete sie nur noch mehr in die Flucht, immer mehr Menschen versuchten, durch die Engen Türen und Seitenstraßen von dem Platz weg zu kommen, wobei nicht eindeutig klar war, wohin man eigentlich weichen sollte - sodass ein einiges Chaos aus Drücken und Quetschen entstand.
...
Finley hatte keine Ahnung, wie er da raus gekommen war, aber nach einer endlosen Zeit, die nur aus Schmerz, Atemnot und eigenem Schlagen und Treten bestanden hatte, fand er sich in einer relativ leeren Seitengasse wieder, wo er sich zuerst auf die Oberschenkel stützte, um wieder zu Luft zu kommen, ehe er sich an der Wand zu Boden sinken ließ. "Heftig..." flüsterte er und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Sein Herz raste noch immer, ein Würgereflex lähmte seine Atmung und er hatte das Gefühl, dass ihm gleich Lunge und Herz zum Hals raus gesprungen kämen. Alles an seinem Körper brannte und schmerzte, doch vor allem seine Fingerknöchel und Füße waren sehr ramponiert - verschwommen erinnerte er sich wie viele (unzählige) Male ihm irgendjemand auf die Füße getreten war...

Aus der Ferne vernahm er die befehlenden Stimmen, die er vom Ministerium gewohnt war: Anscheinend hatte man schnell reagiert (oder Finley hatte einen längeren Aussetzer, als ihm lieb gewesen war), und versuchte das Chaos unter Kontrolle zu bekommen. Das Feuerwerk jedenfalls war zu Ende...
Minutenlang noch blieb er einfach in der Gasse sitzen, die Knie angewinkelt und die zittrigen Finger fuhren immer wieder durch die Haare, während er versuchte, das alles zu verarbeiten und zu einer Entscheidung zu kommen, was er jetzt machen sollte. Auf die Idee, nach Mywarts zurück zu kehren, kam er auf die Schnelle jedoch nicht. Außerdem würden ihn seine zitternden Knie momentan nicht soweit tragen können...

___________________________________________

07.08.2010 19:20 Finley Strieber ist offline Email an Finley Strieber senden Homepage von Finley Strieber Beiträge von Finley Strieber suchen Nehmen Sie Finley Strieber in Ihre Freundesliste auf
Christina Fairchild




Dabei seit: 19.12.2008
Beiträge: 38

» ALTER «
twenty&four
» BERUFUNG «
ministry.of.magic.employee
» INPLAY-AUFENTHALT «
Cookie Lane

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Von ihrer sonstigen Frohnatur war in den ersten Minuten des Jahres 2004 kaum etwas zu sehen. Nein, nach dem Lächeln, das fast schon Chris' Markenzeichen war, suchten man in dieser Nacht vergeblich auf ihren Zügen. Diese waren vielmehr ernst und angespannt. Wenn man genau hinsah konnte man auch Angst erkennen. Angst, die sie zuvor sorgsam verborgen hatte; oder es zumindest versucht hatte. Angst, von der sie nicht gewollt hatte, dass Jacob sie mitbekam. Jacob, der zwar keine fünfzehn mehr war aber immernoch ihr kleiner Bruder. Auch wenn er in vielen Dingen um einiges älter wirkte als sie selbst. Trotzdem war sie froh, dass Jake in Mywarts war. Vor dem Schloss, wo es zweifellos trotz Uneinigkeiten zwischen den Lehrern noch ruhiger sein würde als hier in Brightons Cookie Lane.

In all dem Chaos und Gedränge, das hier herrschte, war es fast schon als Wunder anzusehen, dass Chris tatsächlich jemanden gefunden hatte. Auch wenn sie zugeben musste, dass es nicht unbedingt jemand war, den sie gesucht hatte, so hatte sie unverhoffte doch jemanden gefunden, den sie gesucht hatte. So wenig Sinn das auch machte.
Taliesins Erklärung, warum Pandora ihn nicht vermisste, war einleuchtend. Sie wusste nicht so viel über die Nymphen. Aber schon allein diese Tatsache sagte einiges aus, nämlich dass das Waldvolk lieber in seinen Wäldern blieb. Hätte man sie gefragt, wie der Professor für Alte Runen wohl seinen Jahreswechsel verbrachte, hätte sie wohl keine wirklich Vermutung aufstellen können, doch selbst so wäre dieses Szenario das allerletzte gewesen. Nie hätte sie vermutet, dass er sich den Feierlichkeiten in der Cookie Lane anschließen würde.
Wenn man bedachte, wie dieses spezielle Fest geendet hatte, war die Bemerkung des Nymphs bezüglich Massenabfertigungen durchaus nachvollziehbar, sodass Chris sie ihm nicht übel nahm. Gerade in diesem Moment, mit den Auswirkungen der Silvesterparty konfrontiert, konnte sie nicht von sich behaupten selbst viel von Festen zu halten, auch wenn sie sonst durchaus ganz gesellig war.
Und wenn sie ehrlich war, dann waren ihr schon immer die kleineren Familienzusammenkünfte lieber gewesen als die großen Partys.
"Massenabfertigungen ... passt irgendwie", murmelte sie leise vor sich hin, den Blick auf die Menschenmasse gerichtet. Es war wohl ein Glück, dass die Mauern der Cookie Lane nicht bündig abschlossen, sondern ab und an Vorsprünge und Einbuchtungen bildeten, sodass die panische Menge nicht jeden gleich mit sich riss. Trotzdem konnte ihr Standpunkt nicht unbedingt als sicher bezeichnet werden. Was Chris umso deutlicher bewusst wurde, als sie hart von jemandem angerempelt wurde und dabei fast selbst das Gleichgewicht verlor. Nur ein rascher Griff nach der Schulter Taliesins bewahrte sie davor zu stürzen und mit der Menge mitgerissen zu werden. Ja, seine Frage von zuvor, was sie eigentlich hier machte, war nur zu berechtigt gewesen.
Nachdem sie wieder sicheren Stand - erneut eng an die Mauer gedrückt - hatte, ließ sie Taliesins Schulter los.

Dieser hatte wider Erwarten den Umständen nach Positives zu berichten. So schien außer dem Dunklen Mal nichts geschehen zu sein. Natürlich konnte sie noch immer eines besseren belehrt werden, denn die Cookie Lane war lang und sie wusste nicht, was anderenortens in England geschehen war, doch bezüglich den Vorgängen hier vertraute sie den Sinnen des Nymphen, der schließlich noch feststellte, dass Panik in der Luft lag.
"Kaum verwunderlich", stellte Chris mit einem flüchtigen Blick auf den Schädel fest, was ein Fehler war. Das Dunkle Mal verfehlte seine Wirkung nicht. Nicht bei der panischen Masse und nicht bei Christina Fairchild. Ein Angstschauer überlief sie und sorgte für Gänsehaut. Schnell wandte sie den Blick wieder ab. Da war es noch besser die panische Meute anzusehen. Beim Betrachten des Schädels konnte sie sich des Gedankens nicht erwehren, dass heute Nacht doch der Tod in der Cookie Lane war. Wenn schon niemand von der Hand eines Todessers selbst gestorben war, so war es äußerst unwahrscheinlich, dass alle in diesem Ungetüm von panischem Mob mit dem Leben davon gekommen waren.
"Wie viele darin wohl verletzt wurden oder umgekommen sind?", fragte sie - nun ihrerseits in Richtung Taliesisn geneigt, damit er sie verstand - mit einem Nicken in Richtung der Menschen vor sich.
Unweit von ihnen waren die Reste einer Holzbude zu erkennen. Die Bretter lagen nun gebrochen über die Straße verteilt. Ob der Besitzer sich rechtzeitig hatte in Sicherheit bringen können?

08.08.2010 20:07 Christina Fairchild ist offline Email an Christina Fairchild senden Beiträge von Christina Fairchild suchen Nehmen Sie Christina Fairchild in Ihre Freundesliste auf
Taliesin Laeryri




Dabei seit: 19.07.2010
Beiträge: 11

» ALTER «
294 Erdenjahre
» BERUFUNG «
Lehrer für Alte Runen
» INPLAY-AUFENTHALT «
Cookie Lane

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Obwohl es ihm absurd vorkam, sah es für ihn so aus als würde der Mob schön langsam ausdünnen. Natürlich war es eine Massenveranstaltung gewesen die hunderte, wenn nicht tausende in die Cookie Lane gelockt hatte, aber irgendwann musste doch alles einmal ein Ende haben.
Still fragte er sich wie lange das dunkle Mal am Himmel halten würde, wie ein Schandfleck auf dem tintenschwarzen Firmament. Er hatte es oft genug gesehen, auch wenn er wusste das es so viele gab die es so viel öfter hatten ertragen müssen. Und wahrscheinlich in der ganzen Geschichte seines Volkes, hatte es nur einmal über ihrem Reich gehangen. Warum hatte das genau der Llyn Lladaw sein müssen?
Der Kopfschmerz artete ein einem Bösartigen Stich hinter der Stirn und an den Schläfen aus. Taliesin griff sich an den Kopf, während noch immer die Schreie der Menschen in seinen Ohren hallten und saugte tief die Nachtluft in die Lungen. Sie war rauchgeschwängert und schmeckte nach Angst, aber der Schmerz klang ab und die Erinnerung klang ab.
Der Gedanke an Alisee schmerzte noch immer, und würde es immer tun, denn manche Wunden heilte nicht einmal die Zeit.

Er wurde aus seinen Gedanken gerissen als Miss Fairchild gegen ihn stieß und sich nach Halt suchend an seiner Schulter fest hielt. Es war ein wunder das er der Realität kurz entkommen war und noch ein größeres das sie nicht beide einfach in den panischen Strom der Masse getaumelt waren, denn seine schmächtige Statur, war im Moment kaum der rettende Ankerpunkt. Da fanden sich sicher bessere.
„Alles in Ordnung?“ fragte er sie als sie seine Schulter wieder los lies und anscheinend wieder einen festen stand hatte. Augenscheinlich hatten sie sich einen unglaublich blöden Platz ausgesucht um in der Gegend herum zu stehen.
"Wie viele darin wohl verletzt wurden oder umgekommen sind?" ihre Frage zwang ein trauriges Lächeln auf seine Lippen, während er sie direkt anschaute. „Wie auch immer die Zahl ausfallen wird, es werden zu viele sein!“ antwortete er ihr, mit einem seltsamen unterton in der Stimme.
Was hätte er auch sagen sollen? Etwas Tröstliches wäre sicherlich besser gewesen, aber die richtige Antwort war es nicht. Für jene die zurück blieben und einen lieben Menschen verloren hatten, war es immer dieser eine zu viel. Was sollte man also antworten? Auf solche Fragen gab es keine richtige Antwort, und damit musste man leben.

„Das schlimmste ist das man nichts tun kann“ sprach er nach kurzem zögern weiter „Wir können nur dastehen und zusehen, bis alles vorbei ist und dann sehen was noch zu retten ist.“ Er wünschte sich nichts sehnlicher als das die große Masse endlich vorbei wäre und man etwas sehen konnte, und vielleicht auch schon helfen.
„Wie lange wird das wohl noch so weiter gehen?“ die Frage war eigentlich nicht an sie gerichtet sondern mehr in den Raum gestellt, denn wer wusste darauf schon eine Antwort?

___________________________________________

Can you touch
the root that feeds us?
Can you hear
the words that I say?
Can you feel
the music move you?
Can you feel alive today?



08.08.2010 21:31 Taliesin Laeryri ist offline Email an Taliesin Laeryri senden Beiträge von Taliesin Laeryri suchen Nehmen Sie Taliesin Laeryri in Ihre Freundesliste auf
Christina Fairchild




Dabei seit: 19.12.2008
Beiträge: 38

» ALTER «
twenty&four
» BERUFUNG «
ministry.of.magic.employee
» INPLAY-AUFENTHALT «
Cookie Lane

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Das Schlimmste war die Hilflosigkeit. Einfach dastehen zu müssen ohne die Macht zu haben einzugreifen, etwas zu unternehmen, zu helfen. Wie gern hätte sie dem ganzen Spuk ein Ende bereitet, einfach so. Was nützte es schon zaubern zu können, wenn man in Situationen, in denen es darauf ankam, doch hilflos daneben stehen und zusehen musste?

Doch zugegeben, das Danebenstehen war noch der Alternative mit der Menge mitgerissen zu werden zu bevorzugen. So war sie doch froh um die Schulter des Nymphen neben ihr, der zwar zierlich und nicht wirklich größer war als sie selbst, aber immerhin genug um sie auf den Beinen zu halten. Dummerweise boten Wände, so standfest sie auch sein mochten, wenig Möglichkeit sich wirklich daran festzuhalten.
Nachdem sie wieder sicher stand erkundigte sich der Professor, ob alles in Ordnung sei, was ein freudloses Lächeln auf Chris' Gesicht erscheinen ließ.
"Wie mans nimmt."
Es war schon ein ab und an seltsamer Reflex der Höflichkeit sich bei anderen selbst in den unmöglichsten Situationen nach dem Befinden des Anderen zu erkundigen. Hatte es Chris selbst zuvor noch getan war sie es nun, die nicht so recht wusste, was sie sonst auf die Nachfrage erwidern sollte. Denn eigentlich konnte sie nicht behaupten, dass gerade alles in Ordnung bei ihr war. Im Gegenteil. Sie klammerte sich in diesen Momenten verzweifelt an die Gegenwart um nicht von düsteren Gedanken, Traumbildern und Erinnerungen heimgesucht zu werden.

Natürlich hatte er mit seiner Einschätzung Recht, dass es auf jeden Fall zu viele Opfer des heutigen Tages geben würde. War doch ein Einziger schon zu viel und konnte tiefe Wunden in eine Familie reißen. Sie verlor den Kampf mit sich selbst und es gelang ihr nicht mehr die Erinnerungen zurückzuhalten. Die Erinnerungen an das letzte Mal. Als ihr Bruder und Vater unter den Opfern gewesen waren.
Zum Glück war es dieses Mal der Nymph neben ihr, der das Wort ergriff und sie in die Gegenwart zurückholte. Sie zwang sich wieder ruhig zu atmen und die Erinnerungen zur Seite zu schieben. Dafür war später noch genug Zeit. Jetzt hieß es einen kühlen Kopf zu bewahren.
Es dauerte einen Augenblick, bis sie Taliesins Frage gänzlich realisiert hatte und darauf antworten konnte. Tatsächlich schienen ihr zwei Bedeutungen in der eigentlich einfach wirkenden Frage mitzuschwingen. Bezog der Nymph sich auf die aktuelle Situation hier und jetzt in der Cookie Lane oder das, was hinter dem erschienen Mal steckte? Hatte es nicht schon einmal gehießen der Krieg und Schrecken wären vorüber nur um über zehn Jahre erneut aufzutauchen? Das Erscheinen des Dunklen Males heute Nacht ließ Chris das Schlimmste ahnen.
Doch als sie antwortete kehrte sie zur ersten Interpretation zurück, der aktuellen Situation der Cookie Lane. "Die Masse scheint sich schon auszudünnen", bemerkte sie daher, denn tatsächlich war auch ihr dies mittlerweile aufgefallen.
Außerdem meinte sie andere Stimmen zu hören außer dem unverständlichen Schreien der Masse. Geordnete Stimmen. Das Ministerium?

16.08.2010 19:49 Christina Fairchild ist offline Email an Christina Fairchild senden Beiträge von Christina Fairchild suchen Nehmen Sie Christina Fairchild in Ihre Freundesliste auf
SEITEN (2): « vorherige 1 [2]  
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Gehe zu:

Powered by Burning Board Lite 1.0.2 © 2001-2004 WoltLab GmbH